Gutachter prüft Optionen zur Gewerbegebiets-Erschließung in Neuss

Bürgerinformation in Allerheiligen : Gutachter prüft Verkehrsoptionen

Die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes Derikum um 24,6 Hektar wird nach Einschätzung eines Bochumer Gutachterbüros täglich rund 2450 Kraftverkehrsfahrten zur Folge haben. Zur Frage, wie dieser Verkehr abgewickelt werden kann, werden aktuell unterschiedliche Szenarien geprüft.

Unter dem Strich kommen die Gutachter in einem jetzt vorgelegten Zwischenbericht aber schon zu der Feststellung: Eine deutliche Zunahme der Lärmbelastung gerade für die Menschen in Elvekum sei durch den geplanten Bau der Autobahnanschlussstelle Delrath und die Anbindung des erweiterten Gewerbegebietes nicht zu erwarten.

Mit beiden Fragen und den ersten gutachterlichen Ergebnissen werden sich die Bezirksausschüsse  Norf, Rosellen und Uedesheim am Mittwoch, 5. Juni, in einer gemeinsamen Sondersitzung beschäftigen. Beginn ist um 17 Uhr im Rathaus.  Zuvor wird Bürgermeister Reiner Breuer am Montag, 27. Mai, in einer Bürgerinformationsveranstaltung einen Überblick über die Verkehrs- und Gewerbeflächenentwicklung im Neusser Süden geben. Und weil es dabei auch um die Anschlussstelle Delrath und das Gewerbegebiet „Silbersee“ an der Grenze zu Dormagen geht, sind  Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Dormagens Bürgermeister Eric Lierenfeld um 18 Uhr in der Grundschule Allerheiligen mit von der Partie.

Die Bürgerinitiative Elvekum hatte Anfang Mai mit einem Bürgerantrag noch einmal darauf gedrängt, die im März vom Rat zugesicherte Bürgerinfo anzusetzen, so lange die Pläne für den Neubau der Anschlussstelle sowie einer Verbindungsstraße zwischen Allerheiligen und Delrath im Rathaus ausliegen. Diese Frist endet am 11. Juni. Die Versammlung fordert die BI-Vorsitzende Dorothee Helten auch, damit sich die Bürger angemessen im Anhörungsverfahren äußern können.

Der Gutachter legt bei seiner  Trassenbetrachtung die Anschlussstelle als gegeben zugrunde. Zwei von vier von ihm untersuchte Optionen zur Erschließung des neuen Gewerbegebietes hat die Verwaltung bereits verworfen. Der Bau einer neuen Straße, mit der nur die zusätzlichen Gewerbeflächen an die Nievenheimer Straße angebunden würden, gilt als unverhältnismäßig und entlaste weder Krupp- noch Grupellostraße. Auch der Bau einer Verbindung parallel zur A 57 bis zur K 30 wird nicht weiterverfolgt. Im „Skat“ sind damit noch der Bau einer Umgehungsstraße von der Krupp- zur Nievenheimer Straße sowie die Trennung des ganzen Gewerbegebietes von der Kruppstraße und den Bau einer separaten Erschließung zur L 380.

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