Serie Ngz-Adventskalender: Guppy bis Koi – wo die Fische schwimmen

Serie Ngz-Adventskalender: Guppy bis Koi – wo die Fische schwimmen

Schon als Kind waren seine Aquarien das größte Hobby von Markus Schlangen. Heute führt er in Grefrath das Aquaristikcenter Neuss. Dort schwimmen tausende kleine und große Fische in Süß- und Salzwasser herum.

Grefrath Fische, das war schon immer die Leidenschaft von Markus Schlangen. Als Kind bekam er sein erstes Aquarium, und bald schon zierten sechs Wasserbecken sein Jugendzimmer. Heute sind Fische sein Beruf: Markus Schlangen führt seit 1997 das Aquaristikcenter Neuss an der Lüttenglehner Straße in Grefrath, zuvor hatte er bereits seit 1984 in einer alten Bäckerei in Holzheim Fische gezüchtet.

Markus Schlagen öffnet die Tür zur Unterwasserwelt – mitten in Neuss. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Über die Fischzucht kam auch der Einstieg ins Geschäft: Schlangen pflegte seine Fische so gut, dass sie sich vermehrten. "Und bald hat man dann raus, welche Arten bei den Händlern, an die man die Jungfische abgibt, besonders begehrt sind." Schon in jungen Jahren wurde der Neusser so zum Züchter. "Ich bin ein echter Fan von Ostafrikanischen Buntbarschen. In den 1980er Jahren bin ich deshalb mehrfach an den Malawi- und Tanganjikasee gefahren, um dort Buntbarsche zu fischen und mit nach Neuss zu bringen. Das war ein echtes Abenteuer." Fischfans aus ganz Deutschland kamen dann in die Quirinusstadt, um die exotischen Tiere zu sehen und zu kaufen. Heute verbirgt sich hinter der bunten Ladenfassade das Zuhause von tausenden großen und kleinen Fischen, von Riffbarschen über Doktorfische bis hin zu Guppys, Goldfischen und Kois. 360 Aquarien mit gut 500 Arten jedweder Größe stehen in den drei Etagen des Aquaristikcenters. "Wir bieten alles um den Zierfisch – sei es im Aquarium oder im Gartenteich", sagt Markus Schlangen. Und dazu gehören eben nicht nur die Fische, die in Süß- oder Salzwasserbecken untergebracht sind, sondern auch Pflanzen und Wirbellose wie Garnelen, Schnecken und sogar Korallen. Im Keller des Aquaristikcenters ist es warm, es riecht nach Meer. Überallt blubbert und rauscht es. Hier leben die empfindlichen Salzwasserfische in 25 Grad warmem Wasser. "Meeresbewohner sind deshalb schwieriger zu halten, weil sie auch mit kleinsten Veränderungen, etwa der Wassertemperatur, nicht umgehen können", sagt Markus Schlangen. "Süßwasserfische, die in Flüssen leben, sind das allein aus ihrem natürlichen Lebensraum heraus aber sehr wohl gewöhnt."

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Wichtige Informationen wie diese gehören zur Beratung dazu – auch, wenn man beispielsweise einen Gartenteich anlegen möchte. Spezialisiert sind Markus Schlangen und sein Team auf Sonderanlagen, also Aquarien, die extra für einen bestimmten Raum angefertigt werden. Das können etwa Anlagen sein, die in eine Wand eingelassen sind, wie man es manchmal in Restaurants sieht. "Anders als der Zoofachhandel bieten wir außerdem einen Full-Service für Aquarienbesitzer an", sagt Schlangen. "Das heißt, auf Wunsch richten wir das Aquarium nicht nur ein, sondern kümmern uns auch regelmäßig um die Pflege des Aquariums."

Nach Afrika zum Buntbarsche-Fischen fährt Schlangen inzwischen übrigens nicht mehr. Von den Abenteuern zeugen aber die Fotos auf dem Weg ins Obergeschoss.

(NGZ)