Grundschule in Neuss ist jetzt ein "Haus der kleinen Forscher"

Neusser Schule ausgezeichnet : Grundschüler mit Forschergeist

Als erste Grundschule ist die Karl-Kreiner-Schule ein „Haus der kleinen Forscher“.

„Im Internet kann man recherchieren oder chatten – aber es gibt auch Gefahren und Schadprogramme wie Viren oder Trojaner“, weiß der neunjährige Henry. Der Viertklässler ist gut informiert, denn er absolviert aktuell mit seinen 20 Klassenkameraden den „Internetführerschein“. „Spielerisch lernen die Kinder, wie man Infos im Netz findet oder welche Chats erlaubt sind“, erklärt Klassenlehrerin Vanessa Trumm.

Die Arbeit mit interaktiven Apps auf dem Tablet-Computer im Fach Sachunterricht ist ein Bestandteil der nachhaltigen Bildungsarbeit in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, die sich die Karl-Kreiner-Schule auf die Fahnen schreibt. „Forschen und entdecken ist für Grundschüler wichtig“, findet Schulleiterin Dorothee Mühle. Daher hat sich die Schule an der Gladbacher Straße als „Haus der kleinen Forscher“ zertifizieren lassen und ist nun die erste Grundschule im Rhein-Kreis mit dieser Auszeichnung.

Geforscht werde an ihrer Schule schon lange – und mit großer Begeisterung, auch seitens der Lehrer, von denen fünf eine Naturwissenschaft studiert haben, versichert die Schulleiterin. Der MINT-Schwerpunkt beinhalte neben dem Lernen mit Computern, die auch in Deutsch, Mathematik oder Musik eingesetzt werden, beispielsweise Experimentieren mit Wasser, das Erstellen von Stromkreisläufen, das Bestimmen des Fettgehalts in Lebensmitteln oder das Bauen von Booten zum Thema „Schwimmen und Sinken“ in Klassenstufe zwei.

Mit der Auszeichnung im Rücken sei jedoch noch mehr geplant. „Wir planen Experimente in der Natur und Kooperationen mit weiterführenden Schulen für vertiefende Bildung in den MINT-Fächern“, sagt Dorothee Mühle. Auch mit Firmen wie Bayer oder 3M sei eine Zusammenarbeit denkbar. „Die Auszeichnung bedeutet für uns auch eine Verpflichtung, die wir aber gerne einhalten.“ Zudem stehe die diesjährige Fackelausstellung am 9. November mit unterschiedlichen Forscher-Stationen ganz im Zeichen der kleinen Entdecker. „So holen wir auch die Eltern mit ins Boot.“

Im zweiten Schulhalbjahr startet  eine Roboter-AG. „Die Lego-Roboter, deren Anschaffung der Förderverein ermöglicht, sollen die Schüler mit Hilfe der Tablets programmieren“, erklärt Vanessa Trumm.

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