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Neuss: Grundschüler bestücken Ausstellung im Sels-Museum

Neuss : Grundschüler bestücken Ausstellung im Sels-Museum

In der erfolgreichen Zusammenarbeit des Clemens-Sels-Museums mit Neusser Schulen gibt es in der Veranstaltungsreihe "Unterricht am Original" jetzt ein weiteres Highlight: Die dritten und vierten Klassen der Kreuzschule Neuss haben sich in der Frühjahrsausstellung des Museums mit den Bildern Josef Wittlichs und den Skulpturen Erich Bödekers auseinandergesetzt. Die Schüler interpretierten die Arbeiten der Künstler neu und schrieben dazu passende Märchen, die ihre eigenen Werke in einen anderen Kontext stellen.

Zunächst stand für die Schüler jedoch Recherche vor Ort an: So besuchten sie gemeinsam mit ihren Lehrern das Clemens-Sels-Museum, um die Arbeiten Wittlichs und Bödekers vor Ort zu betrachten. Kurator Ulf Sölter vermittelte dabei viele Hintergründe zu den Werken und ihrer Entstehungsgeschichte. So hinterfragten die Kinder die Kunstobjekte und lernten, ihre Eindrücke zu den Objekten zu schildern und kreativ umzusetzen.

In der Schule begann schließlich die kreative Arbeit des Projektes: In den Fächern Kunst und Deutsch setzten sich die Dritt- und Viertklässler intensiv über mehrere Wochen mit den Bildern "Burg Stolzenfels am Rhein" und "Paar auf Almwiese" von Josef Wittlich, sowie den Plastiken "Koch" und "Bergmann" von Erich Bödeker auseinander, die zum Teil auch in der kleinen Kabinettausstellung zu sehen sind.

Phantasiereich wurden die beiden Motive verarbeitet und mit neuen Figuren gefüllt. Auch die Plastiken wurden neu und altersgerecht interpretiert, die Arbeiten lehnen sich dabei im Umgang mit dem verwendeten Material an das prominente Vorbild an. Doch es entstanden nicht nur neue Bilder und Skulpturen - gemeinsam dachten sich die Schüler unterhaltsame, märchenhafte Geschichten zu den neuen Arbeiten aus. Eine Auswahl der handschriftlich verfassten Erzählungen ist nun im Zwischengeschoss des Museums ausgestellt.

Die Ausstellung im Grafischen Kabinett ist eine Auswahl der schönsten Arbeiten und noch bis zum 21. Januar zu sehen.

(NGZ)