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Neuss: Grünen-Empfang: Löhrmann zieht Gäste an

Neuss : Grünen-Empfang: Löhrmann zieht Gäste an

Die Schulministerin Sylvia Löhrmann war vor den meisten anderen Gästen da – und das waren ihretwegen beim diesjährigen Neujahrsempfang der Grünen mehr als je zuvor. Bürgermeister, Landrat, Schuldezernentin und Vertreter (fast) aller Parteien applaudierten Löhrmann für eine Rede, in der nicht die Erfolge der Landesregierung in der Vergangenheit gefeiert sondern die Herausforderungen der Gegenwart unterstrichen wurden.

Die Schulministerin Sylvia Löhrmann war vor den meisten anderen Gästen da — und das waren ihretwegen beim diesjährigen Neujahrsempfang der Grünen mehr als je zuvor. Bürgermeister, Landrat, Schuldezernentin und Vertreter (fast) aller Parteien applaudierten Löhrmann für eine Rede, in der nicht die Erfolge der Landesregierung in der Vergangenheit gefeiert sondern die Herausforderungen der Gegenwart unterstrichen wurden.

Dazu zählte die Grünen-Ministerin auch den Kampf gegen rechtsradikale Tendenzen in der Gesellschaft. Diesen zu begegnen sei nicht allein Sache der Innenpolitik sondern müsse auch in Schulen eine Rolle spielen. Werteorientierung war ein Stichwort, Kinder stärken ein anderes. Denn, so stellte Löhrmann klar, "starke Kinder brauchen keinen Führer."

Breiteren Raum nahm das Thema Inklusion ein, das Bürgermeister Herbert Napp zum ersten Mal auf einen Neujahrsempfang der Grünen gelockt hatte. Bislang, so verdeutlichte Löhrmann den Perspektivenwechsel in der Schulpolitik, sehe das System Schule eine "Gruppenbildung nach Leistung" vor. Gleich starke Schüler lernen gemeinsam. Inklusion, also die Teilnahme von Schülern mit Behinderung am Unterricht in einer Regelschule, verlange einen Bruch mit diesem Denken, betonte die Ministerin, die gleichwohl um Verhältnismäßigkeit bat. Von den 2,8 Millionen Schülern im Land würden nur 140 000 einen Förderbedarf haben. 85 Prozent, so das Ziel, sollen auf eine Regelschule gehen. "Das muss das System verkraften."

Susanne Benary-Höck, Sprecherin der Neusser Grünen, bestätigte den Kurs: "Mir gefällt die Veränderung des Blickwinkels: Von der Fürsorge zur Teilhabe."

(NGZ/url)