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Grüne fordern: Verkehrsprobleme überregional lösen

Verkehrsprobleme in Neuss : „Mobilität gemeinsam denken“

Im Zuge eines regionalen Mobilitätsgipfels in Düsseldorf haben die Vertreter der grünen Rats- und Kreistagsfraktionen aus Neuss plus Rhein-Kreis, Düsseldorf, Duisburg und dem Kreis Mettmann Ziele für eine gemeinsame Mobilitätsstrategie definiert.

(NGZ) „Wir wollen, dass die Menschen in Neuss links- und rechtsrheinisch ohne eigenes Auto mobil sein können”, fasst Andrea Wilhaus, mobilitätspolitische Sprecherin der Grünen-Ratsfraktion in Neuss, zusammen. Die ambitionierten Ziele der Kommunen bräuchten eine regionale Entsprechung. Obwohl die Region im Großraum Düsseldorf als Lebens- und Wirtschaftsraum mit starken Pendlerströmen eng verflochten ist, gebe es keine gemeinsame Wahrnehmung. Manfred Haag, Stadtverordneter der Grünen im Neusser Rat: „Hierfür müssen wir die Nahverkehrsplanung regional denken und synchronisieren. Das bedeutet, dass planungs- und projektbezogene Strukturen zur regionalen Verwaltungszusammenarbeit geschaffen werden und die Städte und Kreise der Region gemeinsame Kriterien und Qualitätsstandards erarbeiten.“ Das gelte auch für Radwege, denn durch den Zuwachs an E-Bikes habe sich der Radius stark erweitert. Neben langfristigen Infrastrukturprojekten im Bereich des S-Bahn- und Straßenbahnnetzes, dem Ausbau von On-Demand-Systemen und regionalen Sharing-Diensten sehen die Grünen Möglichkeiten, einige Verbesserungen bereits kurzfristig umzusetzen. Nach Angaben von Erhard Demmer, Sprecher des Stadtverbands der Grünen in Neuss, könne man eine schnelle Verbesserung im Schienennahverkehr erreichen, indem neue S-Bahn-Direktverbindungen auf bestehenden Strecken von Düsseldorf und Neuss über Meerbusch und Krefeld-Uerdingen nach Moers rasch umgesetzt werden. Auch für den „Tarifdschungel“ schlagen die Grünen eine Lösung vor: Mit der Abschaffung der künstlichen Wabe „Rheinpark-Center” zwischen Neuss und Düsseldorf als ersten Schritt.