Grenadierkorps aus Neuss benennt früh im Jahr zwei Königsbwerber

Jahreshauptversammlung des Grenadierkorps Neuss : Grenadierkorps benennt früh zwei Königsbewerber

Mitgliederversammlung bestätigt den Vorsitzenden Rainer Halm im Amt. Korps wächst um zwei neue Züge.

Das Neusser Grenadierkorps wird beim Schützenfest mindestens zwei Bewerber um die Königswürde ins Rennen schicken. Einer davon, Christian Burlage vom Zug „Fetzige Nüsser“, machte seine Bewerbung schon bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend im Marienhaus öffentlich. „Damit auf Schützenfest diese Diskussion nicht geführt werden muss und dem aktuellen Schützenkönig die ganze Aufmerksamkeit geschenkt wird“, sagte der 51-jährige Vermögensberater mit Geburtsort Münster, der seit 2004 aktiver Schütze in Neuss ist, zur Begründung. Der zweite Kandidat war nicht unter den 199 Versammlungsteilnehmern und blieb deshalb ungenannt. Seine Bewerbung liege dem Komitee aber vor, betonte der Vorsitzende Rainer Halm.

Die Nachricht von den Königsbewerbern krönte den Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“, der die größten Überraschungen bot. Marienkantor Peter Höngesberg (29) wurde als neuer Leiter der Grenadiersänger und Nachfolger von Hans Clemens vorgestellt. Die Taktstockübergabe soll beim Majorsehrenabend erfolgen. Ferner hat das Korps mit dem Startup-Unternehmen „Picnic“ einen neuen Sponsor und mit Deutschland-Chef Frederic Knaudt und seinem Kollegen Lavan Rajakulam zwei Gastmarschierer gewonnen. Andererseits habe man die Zusammenarbeit mit der Firma Holzberg aufkündigen müssen, wie Halm betont. Neuer Partner für die kommenden drei Jahre ist „Orden Sack“ aus Hemmerden. Last but not least kündigte Halm den Bau einer Grenadier-Gedenkstätte auf dem Hauptfriedhof an.

Nach zwei Amtszeiten stellte sich Halm wie schon angekündigt zur Wiederwahl und wurde einstimmig für weitere drei Jahre bestätigt. Das gleiche Votum erhielt auch Archivar Eric Cieslak. Für den Achterausschuss wurden Karl-Hinz Gingter, Thorsten Harlizius, Thomas Laux und Christoph Storm wiedergewählt. Für den ausscheidenden Frank Kucks rückte Christoph Herten vom Zug „Nix als Trabbel“ nach. Er soll die Fähnriche betreuen.

Mit den „Nüsser Divergenten“ um Oberleutnant Bert Römgens und dem Zug „Mer stonnt zesame“ um Patrick Bahr gewinnt das Korps zwei neue Gastzüge. Der Zug „Fräcke Junge“ wiederum hat sein Probejahr bestanden. 

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