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Neuss: Glas Bier kostet wieder 1,50 Euro

Neuss : Glas Bier kostet wieder 1,50 Euro

Seit 15 Jahren gehört die Barrawasser GmbH zum im Wortsinn festen Inventar des Neusser Schützenfestes. Der Familienbetrieb aus Grevenbroich ist für das Neusser Festzelt zuständig, ebenso für sechs weitere Bierbuden auf der Festwiese. Für Mit-Inhaberin Elke Barrawasser ist das Fest etwas "ganz besonderes" – auch weil es für ihr Unternehmen die größte Veranstaltung des Jahres ist.

Seit 15 Jahren gehört die Barrawasser GmbH zum im Wortsinn festen Inventar des Neusser Schützenfestes. Der Familienbetrieb aus Grevenbroich ist für das Neusser Festzelt zuständig, ebenso für sechs weitere Bierbuden auf der Festwiese. Für Mit-Inhaberin Elke Barrawasser ist das Fest etwas "ganz besonderes" — auch weil es für ihr Unternehmen die größte Veranstaltung des Jahres ist.

Bereits zwei Wochen vor dem Start hat Familie Barrawasser damit begonnen, nach und nach das Equipment von Grevenbroich nach Neuss zu bringen. Die Brauereien folgen. Sie liefern das Inventar meist einige Tage im Vorfeld. Während die Schützenfesttage für die meisten Neusser eine Zeit zum feiern ist, muss die 48-jährige Unternehmerin hart arbeiten. "Die Paraden können wir uns nie anschauen", erzählt sie. Denn dazu bleibe keine Zeit, weil die Mannschaft immer im Zelt beschäftigt sei. "Aber wenn die Schützen auf die Wiese marschieren, ist das stets ein toller Anblick. Man denkt: "Das hört ja gar nicht mehr auf." Da werde ihr jedes Mal aufs Neue bewusst, wie gigantisch groß das Fest ist.

Für die Besucher jedes Mal aufs Neue vom größten Interesse ist der Bierpreis. Die Brauereien sind von der Krise gebeutelt — "wenn die uns die Preise erhöhen, müssen wir auf Dauer natürlich mitziehen", sagt Barrawasser. "Aber wir versuchen, die Preise stabil zu halten." So soll ein Glas Bier dieses Mal wieder 1,50 Euro kosten.

Die 48-Jährige ist mittlerweile Expertin geworden, was das Trinkverhalten der Neusser Schützen angeht. "Es wird definitiv deutlich mehr Pils getrunken", berichtet Barrawasser. Früher war das gegenüber dem Alt nur ein verschwindend geringer Anteil. Jetzt mache das Pils von Jahr zu Jahr mehr am Gesamtumsatz aus — wobei das Unternehmen nicht angibt, wie viele Liter im Festzelt über die Theke gehen. "Dazu machen wir grundsätzlich keine Angaben", sagt die Wirtin, die sich auch auf die kommenden Jahre mit dem Neusser Bürger-Schützen-Fest freut. Wir sind auf jeden Fall noch einige Jahre dabei", sagt sie. Mittlerweile fühle sie sich auf dem Fest auch schon Zuhause, kenne viele Leute. "Da machen auch die zum Teil 16-Stunden-Tage gar nicht so viel aus", sagt Barrawasser.

(NGZ/ac)