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Neuss: Glanzvolle Parade für Dirk II.

Neuss : Glanzvolle Parade für Dirk II.

Nach den Wassermassen am Fackelzug-Samstag konnten die Further Schützen am Pfingstsonntag und -montag noch ein prachtvolles Schützenfest feiern. Schützenkönig Dirk II. Mainz stand im Blickpunkt der vielen Zuschauer.

Für die Zeit des Wartens wurden die Further Schützen am Pfingstsonntag belohnt: Zuerst mussten sie so lange ihrem Heimatfest entgegen fiebern, wie seit 152 Jahren nicht mehr, dann fiel auch noch der Fackelzug ins Wasser. Umso glücklicher strahlten Schützenkönig Dirk II. Mainz und seine Königin Marina am Sonntag, als ihre Blicke Richtung Himmel gingen. Die wenigen Wolken versprachen sommerliche Temperaturen für die Königsparade.

Stimmungsvoll hatte der Tag mit dem Festhochamt in St. Josef begonnen. Präses Hans-Günther Korr segnete eine neue Schwenkfahne der Schützenlust und mahnte die Schützengemeinde in seiner Predigt am "Geburtstag der Kirche", sich vom Geist Gottes leiten zu lassen. Musikalisch der Auftakt anschließend im Festzelt: Der Musikverein "Frohsinn Norf" spielte auf, bevor Schützenmeister Wilfried Fahle die stellvertretende Bürgermeisterin Hannelore Staps begrüßte. Auch der Vertreter des Landrats, Jürgen Steinmetz, Jörg Geerlings MdL und der Neusser Schützenkönig Werner I. Kuhnert waren gekommen. Nach der Krönung des Edelknabenkönigs Lukas I. Szomm sowie des Schülerprinzen Dennis I. Blatzheim und des Bruderschaftsprinzen Christopher I. Wiertz nutzte Präsident Rolf Stein die Gelegenheit, um den Jungschützen für ihre "hervorragende Arbeit" zu danken.

Die höchste Ehrung war bis zum Schluss geheim gehalten worden, doch spätestens als seine Korpsführer samt Adjutanten auf der Bühne angetreten waren, muss Oberst Heiner Ringes etwas geahnt haben. Robert Hoppe, stellvertretender Diözesanbundesmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften, verlieh ihm das Schulterband zum St. Sebastianus Ehrenkreuz. Laut klatschend erhoben sich die Schützen im Zelt und ließen ihren verdienten Oberst hoch leben. Stolz ritt Ringes anschließend die angetretene Regimentsfront ab, das neue Schulterband sichtbar vor der Brust. Die dicht gedrängten Zuschauerreihen auf dem Paradeplatz zeugten ebenfalls vom langen Warten der Further auf ihr Heimatfest.

Nachdem Fahnenschwenker und Hönesse einen eindrucksvollen Vorgeschmack auf die Vielfalt der verschiedenen Korps geboten hatten, zog das Regiment in seiner ganzen Pracht an Komitee, Ehrengästen und dem glücklichen Königspaar vorbei.

(NGZ)