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Neuss: Gewitter stoppt Fackelzug

Neuss : Gewitter stoppt Fackelzug

Nur wenige Minuten nach dem Abmarsch trieb ein heftiges Gewitter am Samstagabend Schützen und Musiker auseinander und beendete so vorzeitig den Fackelzug beim Further Schützenfest.

Das hatten sie nicht verdient: Die Lichterwagen, Ergebnis wochenlanger Arbeit — innerhalb weniger Minuten zerstört; die Marschierer in ihren Uniformen — in Augenblicken durchnässt. Dennoch verließ die Feierlaune die Further Schützen nicht. Unter Dachvorsprüngen und in Hauseingängen rückten Marschierer und Zuschauer eng zusammen, wurden Scherze gemacht.

Schützenzüge, die ihre Motivwagen im Eilschritt Richtung Fackelbauhalle schoben, wurden mit freundlichem Applaus bedacht; die Kapellen und Tambourkorps auf den Straßen spielten unverdrossen weiter, stimmten Märsche und Martinslieder an, um das Donnergrollen zu übertönen und den kleinen Zuhörern die Angst vor dem Unwetter zu nehmen. Mancher Anlieger öffnete Haustür oder Garage, bewirtete großzügig Schützen und Musiker.

Pünktlich um 21.45 Uhr kam der Befehl zum Abmarsch. Anfangs schien alles gut zu gehen. Doch dann zuckten Blitze, Donner grollte, innerhalb weniger Minuten zog sich der Himmel zu, der Wind frischte auf und der plötzlich heftig einsetzende Regen überspülte im Nu die Straßen, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht in so kurzer Zeit aufnehmen konnte.

Die zeitlich befristete Sperrung der Straßen erlaubte Oberst Heiner Ringes nur wenige Minuten abzuwarten, dann gab er den offiziellen Befehl zum Abbruch des Fackelzuges. Schade drum. So entging den meisten Zuschauern ein Schützenfestauftakt mit liebevoll und teils aufwendig gestalteten Motivwagen.

(NGZ)