Neuss: Gewerkschaft kämpft für Platzwarte

Neuss : Gewerkschaft kämpft für Platzwarte

Der Streit zwischen Sportvereinen und Rathausverwaltung schwelt weiter. Einige der Vereine, die ab 1. Juli die Schlüsselgewalt auf den 16 Bezirkssportanlagen übernehmen sollen, wehren sich, weil sie mit den Vertragsbedingungen nicht einverstanden sind und enorme Belastungen fürchten.

Am Dienstag kamen Vertreter von einem halben Dutzend Vereinen zusammen, um das weitere Vorgehen zu diskutieren. "Wir wollen aus der Haftung für Nicht-Mitglieder auf unserer Anlage raus", nannte Johannes Spix, Vorsitzender der DJK Gnadental, nur einen von mehreren Kritikpunkten.

Platzwarte sollen verzichten

Betroffen sind auch die Platzwarte, die nach EU-Recht keine Überstunden mehr leisten und nur noch gemäß Tarifvertrag 39 Stunden arbeiten dürfen. Massive Kritik kommt daher auch von der Neusser Kommunalgewerkschaft für Beamte und Arbeitnehmer. "Platzwarte sollen auf 30 bis 40 Prozent ihres Einkommens verzichten", sagt Vorsitzender Rainer Dankelmann. "Ein Interessensausgleich hat nie stattgefunden". Dolores Burkert, Personalchefin des Rathauses, bestätigt Änderungskündigungen, "aber es gibt keine neuen Arbeitsverträge. Vielmehr müssen die bisher üblichen Pauschalen und Nebenabreden gestrichen werden". Burkert spricht von 7 der 30 Platzwarte, die 30 Prozent Einkommenseinbußen hätten.

Die Komba kündigt an, "alle rechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen", so Dankelmann. Er glaubt, dass die Neuerungen dazu führen werden, dass Schul- undVereinssport nicht mehr so reibungslos funktionieren werden, und befürchtet eingeschränkte Öffnungszeiten.

(NGZ)
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