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Neuss: Gestaltungsbeirat billigt Möbelhausentwurf

Neuss : Gestaltungsbeirat billigt Möbelhausentwurf

Ein gut 40 Meter hoher Werbe-Pylon an der Stresemannallee, der Autofahrer schon von weitem auf das geplante Höffner-Möbelhaus im Hammfeld aufmerksam machen soll, wird den städtischen Gestaltungsbeirat noch im Detail beschäftigen. Der erklärte sich am Dienstag im Prinzip damit einverstanden, die Planungen auf der Basis des Entwurfs vorantreiben zu lassen, mit dem sich der Berliner Investor Kurt Krieger in Neuss beworben hat. Er will aber unter anderem überprüft sehen, ob dieser Wegweiser am östlichen Eingang zur Stadt nicht zum Beispiel Blickachsen etwa auf das Quirinusmünster versperrt. Dazu soll ein Versuch mit einem Hubsteiger unternommen werden, kündigte Planungsdezernent Christoph Hölters an.

Der Gestaltungsbeirat tagte unter dem Vorsitz von Johannes Schillings, Architektur-Professor an der Fachhochschule Münster, und erörterte städtebauliche und architektonische Fragen dieses Möbelhauses, das mit einer Kantenlänge von 345 mal 66 Metern und einer Höhe von 20 Metern unübersehbar sein wird. Einen Architektenwettbewerb hatte der Rat schon in nicht-öffentlicher Sitzung als unnötig zurückgestellt.

Die städtebauliche Einbindung des Möbelhauses nannte der Beirat auch mit Blick auf eine zum Boulevard auszubauende Hammer Landstraße gelungen. Kurt Krieger, der die Pläne selbst vorstellte, wurde der Wunsch mitgegeben, die Fassaden in Glas und nicht als Stahlgeflecht auszuführen. Die Farbgebung der Fassade wurde als zu kontrastreich empfunden, andererseits anerkannt, dass der Investor das Design der Marke Höffner nicht verändern kann. Diskutiert wurde auch der Standort eines dreigeschossigen Parkhauses. Das soll, wenn der Bauherr es braucht und darauf besteht, weiter von der Hammer Landstraße abgerückt werden als zunächst vorgeschlagen.

(-nau)