Neuss: Gefahr für Kinder der Görresschule

Neuss: Gefahr für Kinder der Görresschule

Verkehrsaufkommen am Konrad-Adenauer-Ring ist groß. Tempo 30 gefordert.

Markus Jansen macht sich Sorgen. Jeden Morgen radelt er auf der rechten Seite des Konrad-Adenauer-Rings von der Preußenstraße aus in Richtung Glehner Weg/Rheydter Straße. Die vielen Kinder, die in dieser Zeit zur Görresschule unterwegs sind, sieht er einer Gefahr ausgesetzt. "Die Pkw und Lkw rasen auf dem Konrad-Adenauer-Ring mit irren Geschwindigkeiten an den Kindern vorbei. Von dem Windzug mancher Lkw wird man quasi auf die Straße gezogen", sagt der Rechtsanwalt, der in den 70er Jahren selbst die Görresschule besuchte. "Damals wurde ein Junge an der Stelle totgefahren", erinnert er sich.

Durch den direkten Zugang der Görresschule zu der Straße komme es fast täglich zu heiklen Situationen. "Meines Erachtens ist es nur eine Frage der Zeit, bis dort ein Kind überfahren und verletzt wird", sagt Jansen, der darüber hinaus das Gefühl hat, dass sich zahlreiche Fahrzeuge nicht an die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde halten. Aus diesem Grund plädiert das Komiteemitglied des Neusser Bürger-Schützen-Vereins für eine Verkehrsberuhigung an der Stelle. Markus Jansen schlägt vor, den Bereich in eine 30er-Zone umzuwandeln beziehungsweise das Geländer, das sich vor der Schule befindet, bis zur Preußenstraße weiter durchzuziehen.

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Diese Maßnahmen würde auch Andrea Sahl sehr begrüßen. Wie die Leiterin der Görresschule auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, würden die Kinder regelmäßig daran erinnert, sich an der Straße vorsichtig zu verhalten. "Das Problem nehmen wir natürlich wahr", sagt sie.

Die Stadt macht jedoch wenig Hoffnung auf eine Veränderung der Situation. "Der Konrad-Adenauer-Ring ist eine der Hauptverkehrsachsen von Neuss. Dort eine Tempo-30-Zone einzurichten, würde wohl wenig Akzeptanz in der Gesellschaft finden", teilte Tobias Spange vom städtischen Presseamt mit. Auch bauliche Veränderungen seien aktuell nicht geplant und nur schwer umzusetzen.

(jasi)