Geerlings: Neuss muss schleunigst Sirenen-Netz aufbauen

Warnsystem in Neuss : Geerlings: Neuss muss schleunigst Sirenen-Netz aufbauen

Nachdem der erste landesweite Sirenen-Warntag in NRW ohne Beteiligung der Stadt Neuss stattgefunden hat, schlägt Landtagsabgeordneter und Stadtverordneter Jörg Geerlings (CDU) Alarm.

Es sei ein „Unding“, dass es zwei Jahre nach dem Beschluss der Anschaffung neuer Sirenen immer noch keine einzige Sirene im Stadtgebiet gebe. „Neuss ist inzwischen die einzige Stadt im Kreis ohne Sirenen. Zwei Jahre, nachdem wir den Wiederaufbau des Sirenennetzes beschlossen haben, ist nichts Erkennbares passiert“, erklärt Geerlings in einer Mitteilung. Der entsprechende Antrag vor zwei Jahren war ein Ergebnis des Stadtparteitags der CDU zur inneren Sicherheit.

Jörg Geerlings fordert mehr Tempo im Rathaus. Foto: Hogekamp, Lena (hoge)

Bürgermeister Reiner Breuer hatte in der damaligen Ratssitzung darauf verwiesen, dass es eines solchen Beschlusses gar nicht bedurfte hätte, da der Aufbau eines Sirenennetzes bereits ein Jahr zuvor mit dem Brandschutzbedarfsplan beschlossen worden sei. Allerdings: Obwohl mit dem Ausbau des flächendeckenden Warnsystems – geplant sind 37 Standorte – bereits 2017 hätte begonnen werden sollen, gibt es bislang keine Sirenen in der Stadt.

Beim Warntag in der vergangenen Woche beschränkte sich die Feuerwehr in Neuss daher laut Stadtverwaltung darauf, ihre Warnmeldungen über die Sozialen Medien sowie ihre App auszugeben. Für Jörg Geerlings ist das zu wenig. „Heute gibt es zwar auch die Möglichkeit, über Handy-Apps Warnmeldungen zu versenden. Damit erreicht man aber nur einen kleinen Teil der Bevölkerung“, erklärt der Abgeordnete. „Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch in unserer Stadt vor Gefahren gewarnt werden kann. Das geht nur mit Sirenen.“ Geerlings ist von der Notwendigkeit des Sirenenbaus überzeugt: „Egal ob Großbrände, Unwetter oder Bombenentschärfungen – nahezu regelmäßig erleben wir auch in Neuss Großschadenslagen.“

Geerlings will das Thema in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses auf die Tagesordnung holen. „Bereits im Herbst 2016 hat die Verwaltung erklärt, sie arbeite an dem Thema. Seit dem Haushaltsjahr 2017 stehen dafür Haushaltsmittel bereit, außerdem hat das Land der Stadt Zuschüsse gewährt. Doch bis heute gibt es kein Ergebnis.“

(NGZ)
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