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Beide Filialen schließen „Game Stop“ zieht sich aus Neuss zurück

Neuss · Zwei Filialen in Neuss der amerikanischen Einzelhandelskette schließen. Die Frage nach den Gründen ließ das Unternehmen unbeantwortet.

Der letzte Verkaufstag in der Filiale an der Niederstraße/Ecke Hamtorwall ist der 4. Februar.

Der letzte Verkaufstag in der Filiale an der Niederstraße/Ecke Hamtorwall ist der 4. Februar.

Foto: Simon Janßen

Ein großes Geheimnis ist es nicht mehr und dennoch herrscht Rätselraten – auch bei den Mitarbeitern: In beiden Neusser Filialen von „Game Stop“, einer US-amerikanischen Einzelhandelskette für Computerspiele und Unterhaltungssoftware, fallen die Plakatierungen in knalligem Gelb und Rot in diesen Tagen sofort ins Auge. „30 Prozent auf alles“, „Alles reduziert“, „Wir schließen diese Filiale“ ist darauf unter anderem zu lesen. Das Geschäft im Obergeschoss des Rheinpark-Centers hat seinen letzten Verkaufstg am 8. Februar, das in der Neusser Innenstadt (Niederstraße/Ecke Glockhammer) ist bereits knapp eine Woche früher dicht. Dies teilten Mitarbeiter aus den jeweiligen Filialen auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Mehreren Medienberichten zufolge strafft das Unternehmen derzeit sein Filialnetz im deutschsprachigen Raum.

Eine offizielle Anfrage bei der Pressestelle von „Game Stop“ blieb bislang unbeantwortet. Offenbar wurden auch Teile der Mitarbeiterschaft nicht über die Hintergründe des Rückzugs informiert. „Wir wissen nicht genau, warum wir schließen. Wir vermuten, weil immer mehr im Internet gekauft wird“, sagt ein Mitarbeiter aus Neuss. Ein weiterer vermutet, es könnte an den hohen Mieten liegen. Über das Aus sei man im vergangenen Monat informiert worden – ebenso über die Kündigung, wie ein Mitarbeiter angibt.

Die Neusser Innenstadt muss damit den nächsten Weggang eines langjährigen Geschäftes verkraften. „Game Stop“ war schließlich rund 15 Jahre in der City Anlaufpunkt für Computerspiel-Fans. Auch Institutionen wie „Bayer Moden“ hatten kürzlich ihren Rückzug angekündigt, hinzu kommen Schließungen kleinerer Filialen wie „Tee-Wunder“ und die „Vorwerk“-Filiale, die ebenfalls im Hauptstraßenzug zu finden waren.

Auch im Rheinpark-Center an der Breslauer Straße weisen auffällige Plakate auf den baldigen Rückzug hin.

Auch im Rheinpark-Center an der Breslauer Straße weisen auffällige Plakate auf den baldigen Rückzug hin.

Foto: Simon Janßen

Auch im Rheinpark-Center muss sich Centermanager Marvin Schaber nun mit dem nächsten Leerstand beschäftigen, zumal auch im „Butlers“ derzeit der Abverkauf läuft. Dort – das Geschäft liegt im aktuell etwas verwaisten zweiten Obergeschoss – gehen Ende Januar die Lichter aus. Der Mietvertrag mit „Game Stop“ läuft laut Schaber noch bis Ende Februar. „Wir versuchen, mit jedem Shop eine Einigung zu finden, aber das ist uns mit ,Game Stop‘ nicht gelungen. Sie haben sich für die Schließung entschieden“, so der Centermanager. Man arbeite zwar derzeit an der Nachvermietung, einen fließenden Übergang werde es jedoch nicht geben. „Es ist natürlich nie schön, wenn ein Geschäft schließt, mit dem man über viele Jahre eine Partnerschaft hatte. Am Ende handelt es sich jedoch um unternehmerische Entscheidungen“, sagt Marvin Schaber. So war es auch beim Real-Markt im Rheinpark-Center, der bereits seit Monaten leer steht.

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