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Gabriele Böckhaus aus kann dank Hilfe aus dem „Etienne“ das Leben wieder genießen

Aktionstag in Neuss : Den chronischen Schmerz überwinden

Die Schmerzen waren kaum auszuhalten Die 73 Jahre alte Gabriele Böckhaus wurde schließlich von ihrem Hausarzt an die Schmerzmedizin im „Etienne“ überwiesen. Am Dienstag ist der „Aktionstag gegen den Schmerz“.

Lästig, frustrierend, aufreibend – Schmerz hat viele Gesichter. Besonders unangenehm wird es, wenn Schmerz sich über längere Zeit manifestiert und chronisch wird. Das hat auch Gabriele Böckhaus aus Neuss erlebt. Ihre Rückenschmerzen wurden immer stärker und ließen kaum noch nach. Dennoch musste sie weiter funktionieren: Ihr Mann sitzt im Rollstuhl und benötigt im Alltag Unterstützung. Nach einem Aufenthalt in der Schmerzmedizin des Johanna-Etienne-Krankenhauses ging es der 73-Jährigen endlich besser.

Altersbedingte Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule und die alleinige Verantwortung für ihren Mann haben die Rückenschmerzen von Gabriele Böckhaus über die Jahre schlimmer werden lassen. Die Behandlungen der Ärzte brachten langfristig keine Besserung. Da ihre Lebensqualität inzwischen massiv eingeschränkt war, überwies ihr Hausarzt sie im vergangenen September in die Schmerzmedizin für eine spezialisierte Therapie.

Der leitende Arzt Werner Moser stellte zusammen mit seiner neuen Patientin einen Plan für drei Wochen in der Klinik am Hasenberg auf: Physiotherapie, Kunsttherapie, Psychotherapie und medizinische Schmerzbehandlung standen auf dem Programm. „Ich war den ganzen Tag gut beschäftigt und habe mich mal nur um mich gekümmert“, sagt Gabriele Böckhaus. Außerdem hat sie Eigenübungen und den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln für zu Hause gelernt.

Viele der Therapien fanden sowohl in Gruppen als auch einzeln statt. In den psychotherapeutischen Gesprächen ging es um den Umgang mit Stress und belastenden Situationen im Alltag. „Stress kann Schmerzen immens verstärken. Unser Team arbeitet daher ganzheitlich mit den Patienten – körperlich-medizinisch, aber auch sozial und verhaltenstherapeutisch“, sagt der behandelnde Arzt Moser. Und er ergänzt: „Wir schauen uns gemeinsam an, was die Betroffenen zu Hause verändern sollten. Wichtig ist, dass wir gut umsetzbare Ziele setzen.“

Der ganzheitliche Ansatz hat bei Gabriele Böckhaus funktioniert. Nach ihrem Klinikaufenthalt hatte sie kaum noch Schmerzen. Der Effekt hält bis heute an. Das liegt auch daran, dass sie an den im „Etienne“ besprochenen Veränderungen festhält und aktiv bleibt. In ihrer Freizeit geht sie regelmäßig walken und zum Reha-Sport bei der „Savita“, die wie das Johanna-Etienne-Krankenhaus auch ein Unternehmen der St.-Augustinus-Gruppe ist.

Mit ihrem Mann hat Böckhaus Absprachen getroffen, die ihr im Alltag mehr Zeit und Raum für sich selbst geben. „Mir hat der Aufenthalt bei Dr. Moser und seinem Team unheimlich gut getan. Ich bin froh, dass meine Schmerzen nach wie vor kaum spürbar sind“, sagt die Neusserin und ist glücklich über den Erfolg.

(NGZ)