Neuss: Further treffen sich zum Frühjahrsputz

Neuss : Further treffen sich zum Frühjahrsputz

Die Premiere im Vorjahr war erfolgreich. Darum rufen Initiativkreis, Werbekreis und Schützenbruderschaft am 16. März zum zweiten Mal den Dreck-weg-Tag aus. Hunderte Helfer haben sich bereits gemeldet. Ziel: Eine saubere Nordstadt.

Der Frühjahrsputz hat in vielen Haushalten Tradition. Was für die eigenen vier Wände gilt, übertragen die Further auch auf ihren Stadtteil. Mehr als 300 Helfer folgen dem Aufruf der drei großen Bürgervereine der Nordstadt und machen mit beim zweiten Dreck-weg-Tag, der für Samstag, 16. März, terminiert wurde. "Umwelt, auch Sauberkeit der Umwelt, geht uns alle an", sagt Ingrid Schäfer. Die Geschäftsführerin des Initiativkreises führt bei der großen Aufräumaktion Regie. Das macht Sinn, denn die resolute CDU-Ratsfrau ist vom Fach: Sie ist Aufsichtsrats-Vorsitzende bei der städtischen Abfall- und Wertstofflogistik (AWL) und unterstützt die Bürgerinitiative unter dem Motto: "Net kalle ... maake!"

Der Dreck-weg-Tag am 16. März ist eine Neuauflage der erfolgreichen Premiere im Vorjahr. Damals machten bereits mehrere hundert Further mit, um ihren Stadtteil von Unrat zu säubern. Als Bilanz gezogen wurde, war ein kompletter Müllwagen gefüllt. Zugleich häufte sich achtlos weggeworfener Abfall an den Sammelstellen am Jröne Meerke und am Nordpark, der dann am Montag von der AWL entsorgt wurde. "Wir wollen mehr Bewusstsein schaffen, damit die Bürger ihr Lebensumfeld sauber halten", sagt Initiativkreis-Pressesprecher Franz Michael Rennefeld, "und neben der ganzen Arbeit kommt auch viel Freude und ein Wir-Gefühl auf". So klingt der "Saubertag" mit einem "Familienfest" ab 12 Uhr an der Fackelbauhalle, Neusser Weyhe, aus, wo die Helfer mit Imbiss und Getränken gestärkt werden.

Neben dem Initiativkreis tragen auch die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft und der Werbekreis Nordstadt die große Aktion mit, die bürgerschaftliches Engagement auf der Furth freisetzt. Start ist um 9.30 Uhr auf dem Kirmesplatz. Dort werden Gruppen gebildet, denen einzelne Quartiere zugeordnet werden. Dabei wird auf Ortsbezug der Teilnehmer geachtet. "Wenn die Pfarre Christ-König eine Gruppe bildet", sagt Franz Michael Rennenfeld, "macht es doch Sinn, sie am Berliner Platz einzusetzen".

In Wahrheit erstreckt sich der Dreck-weg-Tag über zwei Tage, denn am Freitag (15.) sind bereits einige Schulen aktiv. Über 350 Mädchen und Jungen werden dann mit Zangen und Pickern dem Dreck nachspüren. Das Gerät wird ebenso wie Säcke und Handschuhe von der AWL zur Verfügung gestellt, die auch für den Abtransport des gesammelten Mülls sorgt.

Das Unternehmen unterstützt die Initiative gern, obwohl die Begleitung auch Aufwand bedeutet – zum Beispiel den Einsatz von Personal. "Das tun wir gern", sagt AWL-Sprecher Jürgen Scheer, "weil Bürger ein positives Beispiel geben". Vielleicht nutze mancher künftig doch eine Mülltonne, wenn er sehe, dass der Nachbar seinen achtlos weggeworfenen Dreck wieder einsammele. Es sei ein gutes Zeichen, wenn Bürger Verantwortung für ihren Lebensraum übernehmen.

Werbekreis-Chef Ralph Dymek wirbt für die Teilnahme: "Wir freuen uns auf Einzelpersonen, Vereine, Schützenzüge oder Kegelclubs."

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE