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Neuss: Further feiern am Brunnen

Neuss : Further feiern am Brunnen

Etliche Besucher, darunter CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, waren der Einladung des Initiativkreises Nordstadt gefolgt und erlebten ein stimmungsvolles Brunnenfest. Seinen Anteil hatte auch Ex-Landrat Dieter Patt.

Die förmliche Eröffnung des neu gestalteten Wolberoplatzes durch die Stadt im vergangenen Jahr war dem Initiativkreis Nordstadt nicht würdevoll genug. Also organisierte er eine zweite Einweihung als Brunnen- und Familienfest. Neben den geladenen Gästen – allen voran CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe – sorgten die länger verweilenden Passanten für eine gut besuchte Feier. "Wir möchten Jung und Alt neugierig machen. Zuletzt gab es viele Zuzüge und der Stadtteil ist gewachsen. Was wir brauchen, ist ein Gefühl des Miteinanders", sagte die Geschäftsführerin des Initiativkreises, Ingrid Schäfer. Der Verein hatte sich im Zuge der Neugestaltung für die Wiederherstellung des Brunnens mit seinen drei Vögeln an der Tränke eingesetzt. "Er trägt zur Erlebbarkeit der Furth bei. Egal wann man hier vorbeikommt, die Bänke sind immer besetzt", so Schäfer.

Zur Mittagsstunde erlebten die Besucher den einmaligen Auftritt der Further Veedelsband mit klassischer Rockmusik, aber auch kölsche Tön à la "En unserem Veedel". Johannes Becker, Thomas Born, Klaus Dusend und Georg Schmidt hatten sich extra für diesen Tag mit ihren Instrumenten zusammengeschlossen. Und wenn auf der Furth Musik gemacht wird, darf natürlich auch der ehemalige Landrat und gebürtige Nordstädter Dieter Patt nicht fehlen. Der Vollblut-Rockmusiker hatte in seiner Jugend quasi Auftrittsverbot auf der Furth. Schließlich spielte man die "schlimme Musik", für die es "zu Hause Prügel gab", erzählte Patt. Erst im neuen Jugendheim der Gemeinde Christ König durfte er mit seinen Freunden auftreten. Aufgewachsen ist Patt auf der Alemannenstraße im Haus Nummer sieben. In der zweiten Etage wohnte er mit seinen Eltern und Großeltern, im Stockwerk darunter lagen Büros der Stadt Neuss, bei der Patt später seine Ausbildung machte. In unmittelbarer Nähe lebte auch Hermann-Josef Dusend, sein Landratsvorgänger, oder auch Fußballtrainer Friedhelm Funkel, der ebenfalls beim Brunnenfest vorbeischaute. "Es ist nicht nur der größte Stadtteil, sondern der schönste und beste. Deswegen bin ich hier auch nie weggezogen", sagte Patt.

Das Publikum quittierte dies natürlich mit Applaus. Neben der Veedelsband sorgte die Band "Blujaro" mit Blues, Jazz und Rock an diesem Nachmittag für musikalische Unterhaltung. Seine Verbundenheit zur südlichen Furth zeigte auch das Rheinische Landestheater. Es lud ein zu Führungen durch den Fundus der Probenbühne, die in unmittelbarer Nähe zum Wolberoplatz steht. Werkstattleiter Waldemar Rüttgers zeigte die handwerkliche Seite des Theaters, zwei junge Schauspieler sorgten mit ihrem Clownstheater für Unterhaltung.

(NGZ)