1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Wassersportverbände stimmten zu: Für Boote gilt „Tempo acht“

Wassersportverbände stimmten zu : Für Boote gilt „Tempo acht“

Wandernde Fischarten wie Lachs, Schnäpel oder Maifisch aber auch ortsgebundene Arten wie Groppen oder Steinbeißer finden für sich und für ihre Fische im Rheinbogen bei Uedesheim eine fünf Kilometer lange Ruhezone. Diese gehört zu einem ganzen System von Schutzzonen, die aus Anweisung der Brüsseler EU-Kommission zwischen Emmerich und Bad Honnef auszuweisen waren.

In Neuss ging das ohne Nutzungskonflikte zu verursachen, erklärte Peter Hilgers am Mittwoch im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen, denn die Stadt verfolgt in diesem Bereich keine konkurrierenden Pläne. Sie kann es nicht, denn die Schutzzone der Fische ist dem Naturschutzgebiet Rheinbogen vorgelagert. Damit die Auswirkungen anderer Nutzungen des Gewässers auf den Rhein für die Fische möglichst gemildert werden, hat das Landesumweltministerium mit Datum 11. Februar diesen Jahres eine Schutzverordnung in Kraft gesetzt, auf die am Mittwoch im Umweltausschuss verwiesen worden.

Diese wurde mit den Wassersportverbänden des Landes und den Rheinfischereigenossenschaften abgestimmt. Beide verpflichteten sich in freiwilligen Vereinbarungen mit dem Land, Einschränkungen hinzunehmen, damit das Schutzziel erreicht werden kann. Zur Sperrzone für Angler und Wassersportler wird das Rheinufer damit nicht. Allerdings werden Angler, wenn sie einen Fischereierlaubnisschein haben wollen, künftig darauf hingewiesen, sich in den Flachwasserbereichen des Rheins behutsam zu bewegen.

  • Über A57 von Neuss nach Dormagen : Jugendliche liefern sich Verfolgungsfahrt mit der Polizei
  • Entscheidung für die Neusser Innenstadt : Weniger Beleuchtung zur Weihnachtszeit
  • Auch in Neuss profitiert man von
    Auch Neuss profitiert : Kita-Helfer dürfen bleiben

Was sie fangen, soll die Fischereigenossenschaft statistisch erfassen und auswerten. In Bezug auf die Wassersportler stellt die Vereinbarung fest, dass die bisher legal ausgeübten Nutzungen das Schutzziel nicht beeinträchtigt hat. Selbst dann nicht, wenn ufernahe Bereich des Gewässers - die Schutzzone erstreckt sich bis zur Mitte der Fahrrinne - befahren wurden. Allerdings stimmten die Wassersportverbände einer Geschwindigkeitsbeschränkung zu, die sie an die Mitglieder weiter geben woll. Denn zum Schutz der Fische gilt Tempo acht, flussaufwärts gemessen. (-nau)

(NGZ)