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Frühlingsfest der CDU in Neuss: Wolfgang Bosbach wirbt fürs Wählengehen

Landtagswahlkampf in Neuss : Bosbach wirbt fürs Wählengehen

CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kam auf Einladung der Neusser CDU zum Frühlingsfest ins Strandgut. Das sagte er in seiner Gastrede.

Eigentlich hätte er den Tag golfend auf Mallorca mit Werner Schulze-Erdel verbracht, doch dann kam die Einladung für das Frühlingsfest der Neusser CDU im „Strandgut“ und er sagte den Ausflug ab. „Und dort regnet es seit zwei Tagen. Alles richtig gemacht“, sagte Wolfgang Bosbach, CDU-Politiker und 23 Jahre (bis Oktober 2017) Mitglied des Bundestages sowie von 2018 bis 2020 Vorsitzender der vom damaligen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet einberufenen Regierungskommission „Mehr Sicherheit für NRW“.

Bekannt eloquent mit rheinischem Pathos plauderte Bosbach als Gastredner drauf los, erzählte, wie schön es sei, Opa zu sein – und meinte direkt zu Beginn – nach Begrüßungsworten des CDU-Vorsitzenden Jan-Philipp Büchler und CDU -Landtagskandidaten Jörg Geerlings –: „Es wird alles gut. Und damit sei eigentlich alles gesagt.“ War es natürlich nicht. Denn schließlich war der Politiker „ohne Amt“ („Ich will auch keins mehr“) ja in offizieller Mission unterwegs. Der NRW-Wahlkampf steckt in der Endphase, und CDU hat die Wahl noch längst nicht gewonnen. Und so sprach er über das hohe Gut der Demokratie, das keineswegs selbstverständlich sei, verbunden mit der eindringlichen Bitte, am 15. Mai wählen zu gehen. Redete mit Bezug auf die Flutkatastrophe im Juli vom Wert des ehrenamtlichen Engagements, ohne dass der Staat hilflos überfordert wäre, und bemerkte, dass die Deutschen über nichts so meckern würden wie über das Gesundheitssystem. „Es sei denn, wir werden im Ausland krank, dann möchten wir so schnell wie möglich nach Hause.“ Deutschland habe einen guten Ruf in der Welt, nur leider nicht im Land selbst. „Wie fragil Frieden ist, haben wir gerade erst erfahren müssen“, so Bosbach und betonte, dass keine Staatsform so vom Mitmachen der Menschen lebe wie die Demokratie. Bei Frühlingswetter und „vollem Haus“ war im Anschluss noch reichlich Zeit für Gespräche bei Getränken und Grillwürstchen.