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Neuss: Frische Farbe für bessere Nachbarschaft

Neuss : Frische Farbe für bessere Nachbarschaft

Zehn Auszubildende und Werkstudenten renovieren einen Kinderspielplatz und werben für Respekt.

Die Auszubildenden und Werkstudenten des Automobilzulieferers Kolbenschmidt Pierburg, die in Neuss stationiert sind, haben einen städtischen Kinderspielplatz renoviert. Zwei Arbeitstage investierten die zehn jungen Erwachsenen in die Aufwertung der Anlage an der Graf-Landsberg-Straße, die nur wenige Meter vom Unternehmen entfernt liegt. Die Aktion fand im Rahmen der Initiative "Respekt!" statt, deren Vertreter sich in Kooperation mit Unternehmen und Vereinen gegen Intoleranz und für gegenseitigen Respekt aller Gesellschaftsmitglieder einsetzen.

Vor dem Einsatz war der Spielplatz benutzbar, aber verwahrlost gewesen. Die Auszubildenden und Werkstudenten befreiten die Kiesflächen von Unkraut und beschnitten Sträucher, die quer über die Wege gewachsen waren. Von einer Rutsche entfernten sie Schmierereien und strichen einige Spielgeräte wie Schaukel und Seilbahn mit frischer Farbe an, die ihnen die Stadtwerke zur Verfügung gestellt hatten.

Die Idee zur Renovierung des Spielplatzes kam von den Auszubildenden, weil der verwilderte Spielplatz neben dem Werksgelände kaum genutzt worden war. "Es ist toll, nun den Unterschied zum ursprünglichen Zustand der Anlage zu sehen", sagte der Auszubildende Nils Hansen am gestrigen Dienstag, dem zweiten Tag der Aktion. "Einige Schulkinder wollten den frisch gemachten Spielplatz heute schon benutzen - es ist schön zu sehen, dass unser Einsatz ankommt", sagte Kaan Kayin, der im Unternehmen eine Ausbildung zum Industriemechaniker macht.

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Die Initiative "Respekt!" wurde 2006 nach einer Welle rassistischer Beleidigungen und Bedrohungen gegen schwarze Fußballspieler gegründet. Mit kreativen Aktionen und einem an der Tür angebrachten Schild, das für Respekt wirbt, beteiligen sich seither Unternehmen, Vereine und Schulen an der Initiative.

Kolbenschmidt Pierburg wolle sich mit der Aktion für die Eltern und Kinder einsetzen, die in der Nachbarschaft wohnen, sagte Pressesprecher Folke Heyer. "Respektvoller Umgang miteinander heißt auch, für die jüngeren Generationen dazusein", so Heyer.

(NGZ)