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Freie Fahrt für Radler in Neuss: Raweg zwischen Grimlinghausen und Gnadental ist fertig

Fahrradfreundliche Stadt Neuss : Freie Fahrt für Radler zwischen Erft und Grimlinghausen

Das fahrradfreundliche Neuss ist noch ein bisschen fahrradfreundlicher geworden, denn der Radweg an Kölner und Bonner Straße ist fertig. Der Lückenschluss im Wegenetz macht auch den Schulweg vieler Kinder sicherer.

Bürgermeister Reiner Breuer und Planungsdezernent Christoph Hölters nutzten jetzt die erste Gelegenheit für eine Testfahrt, obwohl noch einige Restarbeiten zu erledigen waren. Doch auch die sind inzwischen abgeschlossen, berichtet Tobias Spange von der Pressestelle der Stadt. Freie Fahrt auf dem alten Bahndamm von der Pestalozzistraße in Grimlinghausen bis zum Ortseingang von Gnadental.

Seit 2015 hatte das Projekt erst die Planer und dann die Bauunternehmer beschäftigt. Ziel war es, eine 800 Meter lange Lücke im Radwegenetz zu schließen und an dieser wichtigen Verkehrsachse einen ebenso sicheren wie attraktiven Fahrradweg zu schaffen.

Der besondere Pfiff dabei: Die Trasse der ehemaligen Straßenbahn, deren Betrieb vor mehr als einem halben Jahrhundert eingestellt worden war, war durchgängig erhalten geblieben und konnte so eine neue Funktion bekommen. Daraus ergab sich auch das größte Problem. Denn die ebenso lange ungenutzte Brücke über die Erft musste ersetzt werden. Das war dann auch der erste und unter dem Strich mit 900.000 Euro teuerste Schritt, als 2019 mit der Umsetzung begonnen wurde.

Zur verbesserten Infrastruktur für Rad und Fuß gehört nach Angaben der Stadt auch die Anbindung der Pestalozzistraße über eine Rampe. Weiterhin wurden der Kreuzungsbereich am Nixhütterweg neu gestaltet sowie die Bushaltestellen „Kasterstraße“ und „Sporthafen“ barrierefrei umgebaut.

Nachdem die Nordseite der Durchgangsstraße neu gestaltet ist, sollen in einem zweiten Bauabschnitt für rund 750.000 Euro die Nebenanlagen auf der Südseite dieser wichtigen Verkehrsachse zwischen Uedesheim, Grimlinghausen und Gnadental verbreitert werden.

An einem durchschnittlichen Nachmittag, so die Prognose der Stadt, wird der neue Radweg von mehr als 50 Fahrrädern pro Stunde benutzt. Insbesondere Schüler der Pestalozzi-Grundschule und der Sekundarschule Gnadentaler Allee sowie alle Schüler, die eine weiterführende Schule in der Innenstadt besuchen, werden von dem neuen Radweg profitieren, ist man im Rathaus überzeugt.

(-nau)