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Neuss: Forderungen nach Erhalt des Hauses der Jugend

Neuss : Forderungen nach Erhalt des Hauses der Jugend

Die Ankündigung von Jugend- und Sozialdezernent Stefan Hahn, das Haus der Jugend am Hamtorwall möglicherweise zu schließen und inhaltlich mit dem Greyhound am Hafen zu verschmelzen, hat eine Welle der Empörung hervorgerufen. Vertreter der meisten Jugendverbände und der Parteien sprachen sich strikt gegen eine Schließung aus.

"Wir sind eine Jugendorganisation und treten demnach selbstverständlich auch für die Belange der jungen Generation ein. Die Angebote, die das "Haus der Jugend" bietet, erachten wir als wichtig und notwendig und möchten, dass diese auch weiterhin erhalten bleiben", sagt JU-Chefin Karolina Swiderski.

Sie stellt heraus, dass das "Haus" neben einer hervorragenden Jugendarbeit auch einen wesentlichen kulturellen Beitrag im Neusser Stadtleben biete. Die Jungsozialisten befürchten tiefe Einschnitte in die Neusser Jugendszene. Insbesondere für die heimischen Bands gebe es kaum Alternativen an Proberäumen und Konzertmöglichkeiten.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Michael Klinkicht zeigt sich empört: "Das Haus der Jugend darf nicht den Sparzielen der CDU-FDP Koalition geopfert werden. Wir wissen doch alle, dass einmal zerschlagene Netzwerke nicht wieder aufgebaut werden können oder das sehr viel Zeit und Geld kostet. Von den negativen Folgen einmal abgesehen, weil die sich nur schwer in Euro beziffern lassen."

Ganz anders dagegen die Jungen Liberalen. Sie zeigen sich offen für die Überlegungen des Jugenddezernenten Stefan Hahn bezüglich einer Zusammenlegung der beiden Jugendeinrichtungen Haus der Jugend und Greyhound an Pier I am Hafen. "Falls das bisherige Angebot in ähnlichem Umfang beibehalten werden kann, ist es sicherlich sinnvoll über einen effizienteren Einsatz der im Jugendetat vorhanden Mittel nachzudenken", erklärt der Vorsitzende Malik Riaz Hai Naveed mit Blick auf die ausbaufähige Versorgung der Jugendarbeit der anderen Stadtteile.

(NGZ)