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Neuss: Flugverbot auch in Neuss spürbar

Neuss : Flugverbot auch in Neuss spürbar

Seit fast einer Woche beeinträchtigt der Vulkan Eyjafjallajökull den europäischen Flugverkehr. Spürbar sind die Auswirkungen auch in Neuss:

Jenny Riemann von der Neusser Niederlassung des Autovermieters Hertz spricht von einer ausgesprochen hohen Nachfrage: "Vor allem Fahrten ins Ausland sind sehr gefragt." Eigentlich gehen in ihrer Filiale hauptsächlich lokale Anfragen ein. Seit die Kollegen an den Flughäfen in Düsseldorf und Köln allerdings die Kunden aufgrund eigener Engpässe an sie weitervermitteln, schrumpft auch ihre Fahrzeugflotte täglich. Auch Marlies Abstoß Arbeit ist stressiger geworden. Im First-Reisebüro nimmt sie fast stündlich Stornierungen ihrer Urlauber entgegen, plant Umbuchungen. Ein finanzieller Schaden entstünde bei ihren Kunden nicht: "Sie können bei uns von ihren Buchungen zurücktreten oder diese auf einen späteren Zeitpunkt verschieben", sagt Abstoß.

Für Jörg Krauß hat sich das Flugverbot bisher positiv auf sein Geschäft ausgewirkt. Der Direktor des Swissôtel Düsseldorf/Neuss konnte in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe verlängerter Buchungen verzeichnen. Viele seiner internationalen Gäste können ihre Rückreise nicht antreten. Nun hofft aber auch er auf eine Ende der Luftraumsperrung. Mehrere Tagungen finden diese Woche in seinem Haus statt, ein finanzieller Schaden droht, denn Stornierungskosten will er verhinderten Gästen nicht berechnen: "Da sind höhere Kräfte im Spiel, selbstverständlich muss man da Kulanz gewähren." Sein Kollege Edgar Vonderweiden vom Novotel Neuss musste sich damit bisher nicht beschäftigen. Dafür sei sein Hotel doch ein ordentliches Stück vom nächsten Flughafen entfernt, sagt er.