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Film zur Sessionseröffnung in Ness: Taskforce lässt Hoppeditz schlafen

Sessionseröffnung in Neuss : Die Taskforce lässt den Hoppeditz weiter schlummern

Ein Gespenst ging im Neusser Rathaus um – und das war nicht der Hoppeditz. Um Punkt elf Uhr elf verlas es eine Rede, die auf der Faceook-Seite „Karneval in Neuss“ veröffentlicht wurde.

Ein Gespenst ging um, im Neusser Rathaus – und das war nicht der Hoppeditz. Den hatte eine „Taskforce Hoppeditz for Future“ in der Esse der alten Schmiede im Rathausinnenhof zwar rechtzeitig zum Start in die fünfte Jahreszeit aufstöbern können, aber auf Drängen von Bruder Barnabas (Helmut Gummersbach) schlafen lassen. „Ihn zu wecken, sein wir ehrlich, wäre doch viel zu gefährlich“, reimte er. Und damit der Hoppeditz nicht nach dem Elften im Elften doch noch wach wird und nur Dummheiten anstellt, kam er hinter Gitter. Klappe zu, Affe tot?

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Mitnichten. Denn das Gespenst (Sebastian Coenen) im Narrenkostüm hatte das Manuskript des Hoppeditz an sich gebracht und verlas dessen Rede um Punkt elf Uhr elf vor einem närrischen Volk, das diese Botschaft aber nur virtuell erreichte – über Youtube und die Facebook-Seite Karneval in Neuss des Karnevalsausschuss.

Bürgermeister Reiner Breuer warb um Verständnis für Einschränkungen. Foto: Michael Ritters

Die Hoppeditzrede war eingebettet in eine filmisch erzählte Geschichte, die mit der Suche der Taskforce beginnt und mit einem „Diebstahl“ endet. Denn das Gespenst mopst aus dem Büro des Bürgermeisters den goldenen Schlüssel der Stadt, der in normalen Jahren am Altweiberdonnerstag von jecken Weibern erobert wird. Nun halten die Narren dieses Symbol der Macht jetzt schon in ihren Händen. „Mal sehen, was in der Session vielleicht doch noch geht“, übersetzt KA-Präsident Andreas Picker die Botschaft hinter diesem Regieeinfall. „Wenn es die Situation zulässt, wollen wir im Januar und Februar mit einigen kleinen aber feinen Aktionen die Kraft des Karnevals für alle Jecken wieder aufleuchten lassen“, erklärte Picker per Videobotschaft den Lagebericht aus Sicht des KA.

KA-Präsident Andreas Picker hofft auf kleine Akzente in der Session. Foto: Michael Ritters

Bürgermeister Reiner Breuer als Mitglied der Taskforce Hoppeditz warb bis dahin um Verständnis für die in der Pandemie nötigen Einschränkungen: „Wir sind – mit Abstand – die besten Karnevalisten.“

Bruder Barnabas ließ den Hoppeditz lieber schlafen: Foto: Michael Ritters

Den zeitlichen Löwenanteil im „Spielfilm“ zur Sessionseröffnung nahm die Rede des Hoppeditz ein, der natürlich an Corona auch nicht vorbei kam: „Die Politiker versuchen, das Chaos zu verwalten – dabei müssen wir doch nur zusammenhalten“. Hoppeditz ging aber auch auf den Rückzug von KA-Präsident Jakob Beyen ein, beleuchtete die Ergebnisse der Kommunalwahl, stellte sich aber auch mit breiter Brust vor die Polizei und die Pflegekräfte in der Coronazeit.

KA-Vize Markus „Titschy“ Titschnegg sorgte für die Musik zum Film, machte aber keinen Song auf das Sessionsmotto „Jong Jemös janz jeck“. Das Lied „Wir sind alle Nüsser“, fand er in Corona-Zeiten viel passender. Christoph Kleinau