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100 Jahre Lukaskrankenhaus: Fest der „Lukasianer“

100 Jahre Lukaskrankenhaus : Fest der „Lukasianer“

Auch Chefärzte machen aus ihrem Herzen keine Mördergrube. "Dieses Orchester wünsche ich mir zum Abschied", sagt Honke Hermichen, "wenn ich in drei Jahren in den Ruhestand gehe." Im übertragenen Sinne sprach der Ärztliche Geschäftsführer aus, was 300 Gäste im Zeughaus dachten: Die Musiker der Deutschen Kammerakademie Neuss am Rhein waren die Stars des Festaktes.

Allein sie und Dirigent Lavard Skou-Larsen machten den Abend mit Werken wie Smetanas "Die Moldau" oder dem Adagietto aus Mahlers 5. Sinfonie zu einem gesellschaftlichen Erlebnis.

Das Konzert bildete den Rahmen für drei aufschlussreiche Reden. Dr. Hermichen erinnerte in seiner Begrüßung an die christlichen Wurzeln des kommunalen Krankenhauses, das bis 1987 von den Neusser Augustinerinnen geführt wurde. Die Verbindung ist nie abgerissen. So nahm am Sonntag (3.) auch eine Delegation des Ordens mit Generaloberin Schwester Praxedis an der Spitze am Festakt teil.

Als Wortschöpfer war Thomas Nickel unterwegs. Der Vize-Bürgermeister, der als Verwaltungsrats-Chef sprach, lobte die 1300 Mitarbeiter. Sie, diese "Lukasianer", hätten die Wertschätzung, die das Krankenhaus heute in Neuss erfahre, in zehn Jahrzenten erwirtschaftet: "Wenn das Lukas bei den Patienten einen Vertrauensbonus besitzt, dann hat es sich den mit Recht verdient."

Mit Museumsdirektor i. R. Max Tauch hatte das "Lukas" einen Redner verpflichtet, der Geschichte und Geschichten mit einer Mischung aus Wissenschaft und Humor klug verband. In 30 Minuten ließ er 100 Jahre "Lukas"-Chronik und somit Neusser Stadtgeschichte lebendig werden.