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Neuss: Ferien mal anders: Ein Pfadfinder erzählt

Neuss : Ferien mal anders: Ein Pfadfinder erzählt

Die Ferien sind da, und für viele Kinder bedeutet dies die lang ersehnte Freiheit. Auch Tim Wypyrsczyk fährt weg, aber nicht in einen "normalen" Urlaub: Als Gruppenleiter wird er ab Samstag eine Freizeitfahrt betreuen.

Für viele Kinder ist die Ferienfreizeit die einzige Möglichkeit, in den Sommerferien Urlaub zu machen. Um das zu ermöglichen, braucht es viele engagierte Helfer. Einer von ihnen ist Tim Wypyrsczyk. Morgen fährt er mit einer Pfadfindergruppe zur Mecklenburgischen Seenplatte.

"Es ist einfach toll, Kinder glücklich zu machen", sagt der 24-Jährige. "Wenn ich es schaffe, sie zum Lachen zu bringen, gibt mir das unheimlich viel", sagt Wypyrsczyk, dem die Jugendarbeit nicht nur im Ehrenamt wichtig ist — der Holzheimer arbeitet in der Nachmittagsbetreuung der Maximilian-Kolbe-Hauptschule. Und weil die in den kommenden sechs Wochen pausiert, hat der 24-Jährige die Möglichkeit, die Ferienfreizeit mit den zehn- bis 13-jährigen Jungpfadfindern zu begleiten. "Wir machen eine Diözesanfahrt mit", erzählt Wypyrsczyk.

Das heißt, seine Gruppe, die er mit zwei weiteren Ehrenamtlern betreut, trifft im mecklenburgischen Großzerlang auf rund 200 weitere Pfadfinder aus ganz Deutschland. Das Ferienprogramm wird dort unter dem Motto "Tortuga" stehen — "es wird ein Piratenabenteuer", verrät der Gruppenleiter, der seit über 15 Jahren bei den Pfadfindern im Stamm Malteser Mitglied ist.

Als Achtjähriger trat er dem Stamm mit Sitz an der Bergheimer Straße bei, als "Wölfling" begann seine Pfadfinder-Karriere. "Ich habe als Kind selbst viel Spaß gehabt bei den Gruppenfahrten", sagt Wypyrsczyk. Diese Erfahrung möchte er gern weitergeben, zudem macht ihm das Pfadfinderleben auch als Erwachsener noch Spaß.

"Zelten ist einfach etwas Tolles", sagt der 24-Jährige, der geradezu ins Schwärmen gerät, wenn er von Ausflügen und Wanderungen in der Natur spricht, die er als Kind erlebte, bei denen er aber auch weiterhin dabei ist — "einmal pro Woche leite ich eine Pfadfindergruppe", erzählt Wypyrsczyk, der neben diesem Ehrenamt auch bei den Holzheimer Schützen aktiv ist, dort gehört er zum Artillerie-Corps.

Den Jugendlichen, die er bei den Pfadfindern betreut, versucht er auch den internationalen Geist des katholischen Verbands näherzubringen. "Ich habe in den vergangenen Jahren viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt", erzählt Wypyrsczyk. "Egal wo man hinfährt, überall gibt es Pfadfinder". Darauf setzt er auch für die kommenden Tage, getreu nach dem Pfadfindermotto "Gut Pfad!"

(NGZ)