FDP Neuss will an der Gnadentaler Allee eine zweite Realschule etablieren

Neusser FDP fordert Kümmerer für Schulwechsler : FDP will an der Gnadentaler Allee Realschule gründen

Die Sekundarschule an der Gnadentaler Allee bekommt in den Sommerferien eine neue Fassade mit Wärmeverbundsystem. 550.000 Euro wird das Gebäudemanagement Neuss (GMN) in die Schule investieren, deren Ende vor mehr als einem Jahr beschlossen wurde und die im Juli 2023 ihre letzten Schüler entlassen wird.

Mit welcher Perspektive sie baut und was am Ende aus dem Gebäude wird, weiß GMN-Geschäftsführerin Andrea Hoffmann. „Das ist Sache der Schulpolitik“, sagt sie.

Manfred Bodewig, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat,  nimmt diesen Faden gerne auf und macht dazu einen Vorschlag. Nachdem die Initiative der  FDP, an der Gnadentaler Allee ein Lehrerseminar zu etablieren, „abgeschmettert worden ist“, ei er sagt, will die Partei nun in dem Gebäude eine neue Realschule gründen. „Neuss braucht sie“, sagt er mit Blick in die ausgeräumte Schullandschaft, wo es seit dem Schuljahresende vor einer Woche neben Gymnasien und Gesamtschulen nur noch die Realschule Holzheim gibt. „Und Neuss hat auch das Potenzial dazu“, ergänzt er. Schon jetzt steht fest, dass die Schülerzahlen steigen und die Zahl der Eingangsklassen von derzeit 51 auf 61 im Jahr 2027 erhöht werden muss. Und das langfristig wohl eine neue Schule eingerichtet werden muss.

Das hilft den Kindern, die künftig nach der sechsten Klasse und dem Ende der Erprobungsphase die Gymnasien verlassen müssen, aktuell wenig. Die abgebende Schule muss Eltern zwar rechzteitig auf die Situation hinweisen und eine Beratung anbieten, sagt Bernd Kahlbau. Tatsächlich aber blieben die Eltern nach diesen Gesprächen ratslos zurück. Denn Alternativen in der Stadt selbst kann man ihnen kaum aufzeigen. Kahlbau fordert deshalb einen „Kümmerer“ für Schulformwechsler. Das Schulverwaltungsamt fordert er auf, „seine bequeme Zuschauerrolle sofort aufzugeben“.

(-nau)
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