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Expertin aus Neuss: Frau Irma gibt Ordnungstipps

Expertin aus Neuss : Frau Irmas Ordnungstipps fürs neue Jahr

Vor bald drei Jahren hat sich Irma Bernardy als Aufräumcoach selbstständig gemacht und bietet seitdem als Frau Irma anderen Menschen ihre Hilfe beim Ausmisten und Ordnen an. Ein Überblick über ihre Tipps.

Aufräumen findet Irma Bernardy befreiend: „Als ich meinen Schrank neu sortiert habe, war ich über das Ergebnis richtig glücklich“, erzählt die Neusserin. Vor bald drei Jahren hat sie sich als Aufräumcoach selbstständig gemacht und bietet seitdem als Frau Irma anderen Menschen ihre Hilfe beim Ausmisten und Ordnen an.

In der Corona-Zeit haben die Anfragen etwas nachgelassen, doch seit dem vergangenen Juli würden sich die Aufträge häufen. Die Nachfrage sei unterschiedlich: „Manche brauchen Hilfe, um ihren Papierkram in den Griff zu bekommen, andere wollen nur ihren Kleiderschrank aufräumen“, erzählt sie. „Manchmal geht es auch darum, überhaupt eine Grundordnung herzustellen“, sagt sie.

Als Aufräumcoach helfe sie vor allen Dingen dabei, einen Anfang zu schaffen. Überhaupt sei es wichtig, einfach zu beginnen. „Wer nun aufräumen möchte, der kann die Energie des neuen Jahres nutzen, um seine Vorhaben umzusetzen“, sagt sie und empfiehlt, zunächst klein anzufangen. „Man kann sich zum Beispiel eine vollgepackte Schublade vornehmen und sie sortieren.“ Der erste Erfolg motiviere weiterzumachen.

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Ihr zweiter Tipp: Platz schaffen! Aus ihren Beratungen weiß sie, dass das Aussortieren und Trennen von Gegenständen ein großes Thema ist. Und so helfe sie häufig bei der Frage, ob ein Objekt aussortiert werden kann oder nicht. „Natürlich kann ich das nicht für die Kundinnen und Kunden entscheiden“, sagt Irma Bernardy. Doch könne sie mit gezielten Fragen dabei helfen, herauszufinden, ob der Gegenstand noch gebraucht wird. „Dinge, die uns am Herzen liegen, lagern wir selten im Keller“, erzählt sie und weiß, dass vielen Leute der Mut fehlt, sich von etwas zu trennen. „Das habe ich geschenkt bekommen“ oder „Das hat mal viel Geld gekostet“ seien Sätze, die häufig fallen würden. „Als Besitzer hat man das Recht, sich wieder von Sachen zu trennen, wenn sie nicht gefallen oder keinen Nutzen haben“, erklärt Bernardy.

Ihr dritter Tipp: Mit kleinen Veränderungen eine sichtbare Ordnung schaffen. Das können etwa gleichfarbige Kleiderbügel sein, die im Schrank für eine „klare Linie“ sorgen. Oder auch eine spezielle Faltmethode mit der Schals, T-Shirts und Hosen so zusammengelegt werden können, dass man gleich beim Öffnen der Schublade einen Überblick über das Vorhandene hat. In Küchenschränken bevorzugt sie, gleiches Geschirr und kein Sammelsorium von Tassen. „Da hat aber jeder seine eigenen Vorlieben“, erzählt sie.

Und damit die Ordnung auch im Alltag erhalten bleibt, braucht jedes Ding seinen festen Platz, an dem es immer wieder zurückgestellt werden kann. Überhaupt sei es ihr ein Anliegen, dass ihre Methoden in das alltägliche Leben eingebaut werden können. Die Ordnung müsse immer zum jeweiligen Lebensgefühl eines Menschen passen. „Es gibt da ein Zitat von Churchill, der sagt: ,Erst prägen wir unseren Wohnraum, danach prägt er uns‘“, erzählt die Neusserin. Auch sie glaube, dass an dem Gesetz der Spiegelung etwas dran ist. Ein Durcheinander spreche für Stresssituation, es falle schwer, im Chaos einen klaren Gedanken zu fassen. Außerdem verstärke sich der Stress, etwa, wenn man lange braucht, um einen Gegenstand im Chaos zu suchen. Und so räumt Frau Irma auf.