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Erster Schnee im Rhein-Kreis 2019: Polizei zählt 17 witterungsbedingte Unfälle

Erster Schnee im Rhein-Kreis : Polizei zählt 17 witterungsbedingte Unfälle

Am späten Dienstagnachmittag fielen die ersten Schneeflocken auf den Rhein-Kreis. Alle Fahrzeuge des Winterdienstes waren im Einsatz, die Polizei warnt vor einem erhöhten Unfallrisiko. Der Linienverkehr fährt wie gewohnt.

Auch noch am Mittwochmorgen liegen weite Teile des Rhein-Kreises Neuss unter einer dichten Schneedecke. Bis in die Nacht waren Fahrzeuge des Winterdienstes im Einsatz und haben die Straßen an den Hauptverkehrsachsen gereinigt.

Die Kreispolizei hat nach dem ersten Schneefall des Jahres ein Zwischenfazit gezogen: Bislang zählte sie 17 offenbar witterungsbedingte Unfälle, bei denen nur Sachschaden entstanden ist. In zwei Fällen verhängten die Beamten Bußgelder, weil die Unfallverursacher mit Sommerreifen unterwegs waren. Denn, so teilt es die Kreispolizei mit, sobald Schnee auf der Straße liegt oder die Fahrbahn glatt ist, müssen die Autos mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen ausgestattet sein. Wenn das nicht der Fall ist, wird ein Bußgeld von 60 Euro fällig sowie ein Punkt. Kommt es wegen der falschen Bereifung zu einem Unfall, drohen 120 Euro Bußgeld und ein Punkt. Außerdem könnten sich die falschen Reifen auch negativ auf den Versicherungsschutz auswirken, sagt die Polizei.

Wie die Polizei außerdem berichtet wurde eine 26-jährige Neusserin wurde am Dienstagnachmittag vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, nachdem sie an der Norfer Straße in Neuss einem vorausfahrenden Auto aufgefahren war. Im Neusser Ortsteil Grimlinghausen fuhr ein Unbekannter ein Verkehrszeichen am Blindeisenweg um und flüchtete anschließend von der Unfallstelle.

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Schon am Montagmorgen hatte die Polizei einen witterungsbedingten Einsatz. Sie kontrollierten einen Autofahrer. Bei Temperaturen um die minus sechs Grad waren alle Seitenscheiben am Auto heruntergelassen - ungewöhnlich bei der Kälte, fand die Polizei. Wie sich herausstellte, waren die Scheiben noch völlig vereist und der Fahrer wegen der nicht vorhandenen Sicht im Schritttempo unterwegs. Einen Führerschein konnte er nicht vorzeigen, der würde zu Hause liegen. Bei der Überprüfung kamheraus, dass dem 36-Jährigen die Fahrerlaubnis, durch die zuständige Behörde versagt worden war. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

Am Dienstag konnten alle Buslinien in Neuss weiter fahren. Allerdings gab es leichte Verspätungen in Norf, wie die Leitstelle der Stadtwerke mitteilt. Auch am Mittwoch können die Busse planmäßig fahren.

Der Winterdienst des städtischen Unternehmens AWL sind gegen 17 Uhr mit elf Fahrzeugen ausgerückt. Bis 2.30 Uhr waren sie im Einsatz. Zwei Mal reinigten und bestreuten sie alle Hauptverkehrsachsen der Stadt. Dabei seien nach Angaben des Pressesprechers 120 Tonnen Streusalz verwendet.

(ubg )