Erste Fair-Trade-Night in Neuss nur mäßig besucht

Premiere in Neuss: Erste Fair-Trade-Night nur mäßig besucht

Vor dem Edith-Stein-Haus wurde am Donnerstagabend gegrillt. Nicht mit normaler Grillkohle, sondern mit „Fairer Kohle“ aus Kokosnussschalen.

Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wurde auf die erste Neusser Fair-Trade-Night aufmerksam gemacht. Im Edith-Stein-Haus gab es dabei alles, was das Herz der Menschen, die Wert auf fair gehandelte Produkte legen, begehrt. Die Premiere war allerdings nicht sonderlich gut besucht.

Bürgermeister Reiner Breuer gehörte zu den ersten Besuchern. Margarete Riemer, die in Bilk ein Geschäft mit fair gehandelten Produkten hat, zeigte ihm eine Pflegeserie mit Palmöl aus fairen Plantagen mit garantierter Wiederaufforstung. Sie hatte auch Socken im Angebot: „Die sind mir nicht rot genug, das ist ja mehr orange“, scherzte Breuer.

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„Jecke hant Kamelle-Fairstand“ war exakt einen Monat vor dem Hoppeditzerwachen am Stand des Karnevalsausschusses zu lesen. Anja Hirschberg erklärte: „Zehn Prozent der Kamelle sind derzeit fair gehandelte Produkte.“ Renate Kuglin erzählte am Stand des Rhein-Kreises Neuss, dass der fair gehandelte Kaffee bei der Kreisverwaltung „richtig gut schmeckt“. Und wenn Landrat Hans-Jürgen Petrauschke Blumen überreicht, sind es fair gehandelte, zum Beispiel Rosen aus Kolumbien. „Wir gehörten zu den ersten Mitgliedern der Neusser Eine-Welt-Initiative“, erklärte Gastgeber Joachim Braun, Leiter des Bildungswerkes „Edith-Stein-Haus“. Jonas (15) vom Norbert-Gymnasium in Knechtsteden hatte einen schweißreibenden Job: Im gelben, plüschigen Kostüm verkörperte er eine fair gehandelte Banane. Das Kostüm trägt die Unterschrift der bekannten Affenforscherin Jane Goodall.

Jonas und einige Mitschüler warben für ihre Schüler-Firma, die unter anderem fair gehandelten Kaffee führt. Christa Foerster und Werner Wittig vom „Weltladen Osterath“ waren mit der Resonanz nicht unzufrieden. Wiebke Nauber aus Haan hatte anderthalb Stunden nach Eröffnung der Fair-Trade-Night allerdings noch kein einziges fair gehandeltes Kleidungsstück verkauft – die 46-Jährige betreibt einen mobilen Textilhandel.

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