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Betrug durch Wanderarbeiter: Erst bequatscht, dann betrogen

Betrug durch Wanderarbeiter : Erst bequatscht, dann betrogen

Allerheiligen Sie hat geglaubt, so etwas passiert ihr nie. Bis Dienstag. Da wurde Margot Neumann dann doch das Opfer von Schwindlern, die der 83-Jährigen für eine eigentlich nicht gewollte Neuasphaltierung der Garagenauffahrt 2950 Euro abnötigten. Das Geld ist weg, der Jammer groß, die Selbstvorwürfe heftig: "Ich verstehe mich selber nicht". Heute kann Margot Neumann über sich selbst nur den Kopf schütteln. "Aber ich war so durcheinander, der hat mich so bequatscht."

Allerheiligen Sie hat geglaubt, so etwas passiert ihr nie. Bis Dienstag. Da wurde Margot Neumann dann doch das Opfer von Schwindlern, die der 83-Jährigen für eine eigentlich nicht gewollte Neuasphaltierung der Garagenauffahrt 2950 Euro abnötigten. Das Geld ist weg, der Jammer groß, die Selbstvorwürfe heftig: "Ich verstehe mich selber nicht". Heute kann Margot Neumann über sich selbst nur den Kopf schütteln. "Aber ich war so durcheinander, der hat mich so bequatscht."

"Der", das ist der Sprecher einer fünfköpfigen Gruppe von Wanderarbeitern. Häufig sind das nach Wissen der Polizei Iren, Waliser oder - wie in diesem Fall - auch mal Schotten, die durch das Land ziehen und an der Haustür ihre Dienste anbieten. Hans-Willi Arnold, Sprecher der Kreispolizeibehörde, kennt diese so genannten Tinker und ihre Masche. Monatelang seien der Polizei allerdings keine Klagen über diese reisenden Handwerker zu Ohren gekommen, sagt er. Nun sind sie offensichtlich wieder da. Und Margot Neumann wurde ihr Opfer. Wenn man das so nennen kann.

Die Polizei hat zwar ihre Anzeige aufgenommen und ermittelt wegen Betrugsverdacht, bestätigt Arnold, gleichwohl hat sich auch das Opfer nicht ganz korrekt verhalten. Denn wer sich auf solche Angebote an der Haustür einlässt, der setze sich zumindest dem Verdacht aus, Schwarzarbeit zu unterstützen.

Mehr Informationen über diesen Betrugsfall lesen Sie am Donnerstag in der Neuß-Grevenbroicher Zeitung.

(NGZ)