Neuss: Erfolg mit der Privatklinik

Neuss : Erfolg mit der Privatklinik

Neuss (-nau) Seit Januar diesen Jahres versucht das Lukaskrankenhaus, mit der neu gegründeten Privatklinik Neuss GmbH abseits aller Budgetvereinbarungen mit gesundheitsnahen Dienstleistungen zusätzlich Geld zu verdienen. Der Erfolg scheint zu gelingen.

Neuss (-nau) Seit Januar diesen Jahres versucht das Lukaskrankenhaus, mit der neu gegründeten Privatklinik Neuss GmbH abseits aller Budgetvereinbarungen mit gesundheitsnahen Dienstleistungen zusätzlich Geld zu verdienen. Der Erfolg scheint zu gelingen.

Sigurd Rüsken, Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses wie auch von dessen Tochterfirma, geht davon aus, dass "wir in diesem Jahr einen Gewinn von mindestens 100 000 Euro machen." Geld, dass die "Mutter" finanziell stabilisieren soll, ohne die Gemeinnützigkeit des Lukaskrankenhauses zu gefährden.

Verdient wird das Geld vor allem mit einem Einkaufsverbund, an dem auch Krankenhäuser in Belgien, den Niederlanden und Luxemburgs eingebunden sind. Weitere Kooperationen sind vorstellbar. Der Kniff: Die Konzerne in der Medizintechnik produzieren auf einem einheitlichen Qualitätsniveau, orientieren sich aber bei der Preisgestaltung für ihre Medikalprodukte an den nationalen Märkten.

Das heißt: Das gleiche Gerät gibt es in unterschiedlichen Ländern zu unterschiedlichen Preisen. Was in Deutschland preiswerter ist, kauft das Lukaskrankenhaus für Partner in Ländern, wo das Produkt teurer ist. An der Preisdifferenz verdienen beide.

Drohung mit der EU-Kommission

Die Unternehmen, so Rüsken, hätten an dieser Praxis wenig Gefallen. Rüsken hält dagegen: Es gibt in Europa einen Binnenmarkt, doch habe der Gesundheitsmarkt diese Entwicklung noch nicht nachvollzogen. "Wir drohen dann immer damit, die Europäische Kommission einzuschalten", sagt Rüsken. "Die Faxnummern von EU-Beamten haben wir schon einprogrammiert."

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE