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Anmeldeversammlung der Grenadiere: Engels kandidiert für Pesch-Nachfolge

Anmeldeversammlung der Grenadiere : Engels kandidiert für Pesch-Nachfolge

Das Schützenfest 2003 fällt mitten in die Sommerferien. Doch das Grenadierkorps bleibt in seinen Eckdaten stabil: Mit 1252 Marschierern und 29 Großfackeln werden die Zahlen des Vorjahres erreicht. Diese Erkenntnis stand am Ende der Anmeldeversammlung, zu der sich die Vertreter der über 70 Züge am Freitagabend im Kardinal-Frings-Haus trafen. "Ein gutes Ergebnis", urteilte Hauptmann Rainer Halm, der den Löwenanteil der organisatorischen Arbeit an diesem warmen Sommerabend geleistet hatte.

An der Spitze der Grenadiere zeichnet sich ein Wechsel in Konsens ab. Für den Vorsitzenden Walter Pesch, der zur Jahreshauptversammlung im November sein Amt aus beruflichen und familiären Grunden nieder legen wird, steht ein Nachfolger bereit: Günter Engels aus dem Zug "Nüsser Sondermischung". Engels, Kommunikationsberater beim Lokalradio NE-WS 89.4, präsentierte sich als spätberufener Schütze mit Herz und versicherte, er werde im Falle seiner Wahl auf Kontinuität setzen. Er wolle das Korps auf der Basis, die Walter Pesch erarbeitet habe, weiter entwickeln. Dazu gehöre auch ein vertrauensvolles Zusammenwirken mit Major Achim Tilmes.

Günter Engels ist der Personalvorschlag des Vorstandes und wird - wenn die Vorzeichen nicht täuschen - einziger Kandidat sein. Jedenfalls verstrich die Bewerbungsfrist bis zum 24. Mai, ohne dass ein weiterer Interessent seinen Hut in den Ring geworfen hat. Gewohnt sachlich und zielorientiert führte Walter Pesch durch die Versammlung, die auch Ehrenmajor Dr. Wilhelm Josef Heyers und Ehrenhauptmann Karl Schiller verfolgten. Der Vorsitzende erinnerte auch an die Verstorbenen aus Reihen des Korps in den vergangenen Monaten und nannte stellvertretend Karl Heinz Gingter aus dem Fahnenzug.

Gingter hatte zudem über Jahre hinweg wertvolle Arbeit im Schützenbüro geleistet. Das Grenadierkorps freut sich über einen neuen Zug. Junge Aktive haben sich zu "Ziemlich zackig" formiert und werden zur Premiere eine Marschier-Gemeinschaft mit dem Traditionszug "Mer send wer do" bilden. Für Pesch eine sinnvolle Kooperation. Beide Züge haben Probleme, die Sollstärke zu erreichen. "Mer send wer do" sucht noch personelle Verstärkungen, während "Ziemlich zackig" bedingt durch die Ferienzeit nicht alle Aktiven an Bord hat. Major Achim Tilmes vermittelte Neuigkeiten aus der Komitee- und Korpsführer-Versammlung.

So wird es in diesem Jahr wieder ein Schützenrennen auf der Galopp-Rennbahn geben, das auf Mittwoch, 13. August, terminiert ist. Eine lebhafte Reaktion löste der neue Zugweg für den so genannten "Wackelzug" am Abend des Schützenfest-Dienstags aus: Niederstraße, Erftstraße, Büttger Straße, Hesemannstraße, Drususallee, Hamtorplatz und Hamtorstraße. Ziel sei es, so Achim Tilmes, Straßen mit wenig Zuschauern zu meiden und den Publikumsandrang auf der "wilden Meile" besser zu verteilen.

Tilmes warb für eine vielköpfige Teilnahme am Patronatstag, 22. Juni. Es sei gelungen mit der Kultusministerin von Banden-Württemberg, Dr. Annette Schavan, eine überzeugende Festrednerin zu gewinnen, die zudem ihre Wurzeln in Neuss habe. Die gebürtige Jüchenerin war einige Jahre Ratsfrau im Schatten von St. Quirin. "Wir haben interessanten Wochen vor uns", befand der Major und versicherte den Schützen: "Aber wir sind gut vorbereitet."

(NGZ)