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Neuss: Einmal London und zurück

Neuss : Einmal London und zurück

Für den Besuch der Jahrhundertausstellung in London opferten 45 Schülerinnen des Gymnasiums Marienberg ihr Wochenende und viel Schlaf. In 36 Stunden reisten sie mit dem Bus an die Themse – und wieder nach Neuss.

Für den Besuch der Jahrhundertausstellung in London opferten 45 Schülerinnen des Gymnasiums Marienberg ihr Wochenende und viel Schlaf. In 36 Stunden reisten sie mit dem Bus an die Themse — und wieder nach Neuss.

Zwischen Samstagabend und gestern früh lagen zwei Nächte. Zeit genug eigentlich, um sich auszuschlafen — aber nicht für 45 Mädchen vom Gymnasium Marienberg. Sie starteten stattdessen mit fünf Lehrern zu einem Kurztrip nach London, wo die Jahrhundertausstellung "Leonardo da Vinci" lockte. Zum Schulbeginn gestern waren sie pünktlich zurück. Hauptsache. Aber sie waren auch ziemlich groggy. Auf ein Foto, so Olaf Gruschka, wollte da niemand mehr.

Initialzündung für den 36-Stunden-Trip London und zurück war ein Artikel in der NGZ vom 9. November 2011. Andrea Gruschka, Kunstlehrerin am Marienberg, las diesen um 6.10 Uhr, holte kurz vor dem Unterrichtsbeginn die Erlaubnis des Schulleiters Josef Burdich für die Fahrt ein und buchte um 8.05 Uhr am gleichen Tag die 50 letzten verfügbaren Karten im Internet. Kein finanzielles Wagnis, denn die Nachfrage war riesengroß. Mit Eintritt, Busfahrt, Tunnelgebühr und Tagesticket für die Tube beliefen sich die Kosten auf 75 Euro.

"Großbritannien für Kurzentschlossene wurde zum Hit, selbst das Wetter spielte mit", fasste Olaf Gruschka, Pressebeauftragter des erzbischöflichen Gymnasiums, die Tour zusammen. Zu dem randvollen Programm, das auch einige Stunden für Unternehmungen auf eigene Faust vorsah, gehörte auch der Besuch des Gottesdienstes in der Westminster Abbey. Beim Rundgang durch das Regierungsviertel anschließend wurde auch der Buckingham-Palace besucht. Die Queen allerdings war leider nicht daheim.

(NGZ)