Neuss: Eine-Welt-Initiative feiert Jubiläum

Neuss : Eine-Welt-Initiative feiert Jubiläum

Seit 25 Jahren engagiert sich die Neusser-Eine-Welt-Initiative für weltweite Gerechtigkeit. Rund 30 Organisationen haben sich zusammengeschlossen.

"Die Nachhaltigkeit hat an Fahrt gewonnen. Das ist all denen zu verdanken, die Dinge nicht einfach hinnehmen, wie sie sind, sondern nachdenken und Änderungen durchsetzen", fasste Dr. Bernhard Felmberg, Ministerialdirigent im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Erfolg von 25 Jahren Engagement der Neusser-Eine-Welt-Initiative (NEWI) zusammen. Zur festlichen Jubiläumsfeier der NEWI am Mittwoch im Zeughaus gab Felmberg einen Ausblick auf die derzeitigen Ziele und Projekte des BMZ und betonte die Notwendigkeit kommunaler Partnerschaften auch im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen: "Nur wenn wir soziale und ökologische Standards verbessern, werden auch Fluchtbewegungen abnehmen. Wenn wir nicht vor Ort anfangen, bewegt sich nichts."

Dass fair gehandelte Produkte den Weg aus der Öko-Nische in die breite Öffentlichkeit gefunden haben, bilanzierte Bürgermeister Herbert Napp in seinen Grußworten und dankte den Aktiven der NEWI für ihren "beharrlichen Einsatz zugunsten der globalen Gerechtigkeit". Von Anfang an habe die NEWI ihr Engagement mit dem Namen der Stadt verbunden und gehöre längst ebenso zu Neuss wie das Schützenfest. Umrahmt von den Liedern des Gitarrenduos Nicola Yasmin Stock und Daniel März, gratulierten Kooperationspartner zum ersten Vierteljahrhundert voller Engagement. "Ein guter Grund, darüber nachzudenken, wohin die Reise geht", so Felmberg: "Das BMZ hat eine Verständigung darüber erreicht, dass deutsche Unternehmen bis 2020 50 Prozent des zu verarbeitenden Kakaos aus fairem Handel beziehen werden."

Die nächste Aufgabe liege im Textilbereich: "60 Millionen Menschen weltweit leben vom Textilsektor. Wir tragen Verantwortung dafür, dass sie überleben können. Es gibt also für jeden einzelnen gute Gründe, sich schlau zu machen, wo die eigenen Textilien herkommen und dabei ist man bei einem hohen Kaufpreis noch keineswegs immer auf der sicheren Seite."

(NGZ)
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