Neuss: Ein Starkoch fürs Jägerstübchen

Neuss: Ein Starkoch fürs Jägerstübchen

Der Meerbuscher Anthony Sarpong will bereits am 1. Mai eröffnen.

Gourmets können sich über hochkarätigen Zuwachs in der Neusser Gastronomie-Landschaft freuen: Zum 1. Mai übernimmt Anthony Sarpong das "Reiterstübchen" in Allerheiligen. Seit zwei Jahren führt der 35-Jährige das "Anthony's" in Meerbusch-Büderich, das im vergangenen Jahr im Ranking des Restaurantführers Gault Millau mit 14 Punkten weit oben im Rennen um die 135 besten Restaurants in NRW landete. Das Besondere: "Anthony's" ist eine Kombination aus Restaurant und Kochschule.

Mit ausschlaggebend für die Entscheidung, nun auch das "Reiterstübchen" zu übernehmen, war seine Tochter Asantewaa (10), deren Pferd auf dem Hilgershof steht. Auf dem Gelände befindet sich auch das Restaurant. Weil das "Reiterstübchen" an der Straße "Am Schlicherumer Feld" zum 1. März frei wurde, machten ihn immer wieder Freunde darauf aufmerksam - bis der 35-Jährige eine Entscheidung fällte. "Es liegt wunderschön im Grünen - Natur pur", sagt Sarpong.

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Das kulinarische Angebot soll dort jedoch etwas rustikaler gehalten werden als im "Anthony's", das an der Sterneküche kratzt. So werden unter anderem Flammkuchen, Schmorgerichte, Schnitzel und Kaiserschmarrn auf der Speisekarte zu finden sein. "Alles selbst gemacht, regional und saisonal", betont der 35-Jährige, der während seiner Schulausbildung 1995 die deutsche Staatsbürgerschaft annahm und dann seine Ausbildung zum Koch im Crown Plaza Hotel in Wiesbaden absolvierte. Bei mehreren Auslandspraktika - unter anderem in Zürich, Barcelona, Tel Aviv und Izmir - wurde er in die vielfältigen Genüsse Europas eingeführt. Danach arbeitete er in der Michelin-Sterne-Küche des Bellevue-Restaurant in Köln als "Chef de Partie".

Doch mit der Neueröffnung hat Anthony Sarpong noch lange nicht genug. Dieses Jahr soll ein weiteres Restaurant in Düsseldorf eröffnet werden, für 2018 ist eins in Mönchengladbach geplant. Zudem hat der leidenschaftliche Koch, der im "Reiterstübchen" drei Kräfte in der Küche und zwei im Service einsetzen wird, noch etwas "ganz Großes" vor, wie er sagt. Worum es sich dabei handelt, möchte er noch nicht verraten. Seine Motivation fasst er in einem Satz zusammen: "Ich möchte meinen Gäste ein Wohnzimmer bieten - ein Wohnzimmer mit gutem Essen."

(NGZ)
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