Neuss: Ein Pfarrbrief, vier Gemeinden

Neuss: Ein Pfarrbrief, vier Gemeinden

Die Osterbotschaft kündet von Leben und Neuanfang. So ist es mehr als nur ein Zufall, dass der erste gemeinsame Pfarrbrief der vier Kirchengemeinden, die den Seelsorgebereich Neuss-Nord bilden, in der Karwoche verteilt wird.

15 000 Katholiken leben "henger de Bahn". Mit St. Josef, Christ König, Heilig Geist und St. Thomas Morus haben sich unter der Leitung von Pfarrer Hans-Günther Korr vier Gemeinden in einem Seelsorgebereich Neuss-Nord neu orientiert. Nun muss zusammenwachsen, was zusammengehört. Als kommunikatives Scharnier soll ein gemeinsamer Pfarrbrief dienen. Die Premierenausgabe liegt vor.

Pünktlich zum Osterfest ist jetzt der erste gemeinsame Pfarrbrief verteilt worden. In einer Auflage von 10 000 Exemplaren gedruckt, informiert er künftig voraussichtlich zwei bis drei Mal im Jahr die Gläubigen über alle Termine und Aktivitäten in den vier katholischen Kirchengemeinden auf der Furth.

Herausgeber ist der gemeinsame Pfarrgemeinderat, das Redaktionsteam setzt sich aus Mitgliedern aller beteiligten Pfarren zusammen. "Mit der ersten Ausgabe waren wir noch in einer Testphase, wie wir miteinander arbeiten und wo der Brief hingeht", sagt Pfarrgemeinderats-Chef Cornelius Schiller (48).

Beibehalten wird der Titel: Ihn zieren Fotos der vier katholischen Gotteshäuser zwischen Furth, Vogelsang und Weißenberg, verbunden durch das Kreuz. Nach einem Grußwort des leitenden Pfarrers Hans-Günther Korr gibt es Neuigkeiten und Informationen, die den gesamten Seelsorgebereich betreffen, etwa zur Zusammensetzung der Gremien.

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Schließlich sind den einzelnen Pfarrgemeinden jeweils eigene Seiten gewidmet. "So soll dem Leser ermöglicht werden, auch die spezifischen Aktivitäten in den anderen Pfarreien mitzubekommen", erklärt Schiller das Konzept. Er sieht im gemeinsamen Pfarrbrief ein Spiegelbild dessen, was Seelsorgeteam und Pfarrgemeinderat für den Seelsorgebereich anstreben: vier Pfarrgemeinden mit ihren eigenen Aktivitäten und eigener Heimat, die aber aufeinander zugehen und bereits Vieles gemeinsam tun — Einheit in Vielfalt.

Das spiegelt auch die Besetzung des der Pfarrgemeinderates, in dem mit Cornelius Schiller (Christ König), Klaudia Heimes (Thomas Morus), Michael kinna (Josef) und Werner Lütkecosmann (Heilig Geist) bewusst alle vier Gemeinden vertreten sind.

Dafür steht auch Cornelius Schiller, der aus der Marienpfarre stammt und heute mit seiner Familie in der Siedlung Klever Straße wohnt. Bereits seit acht Jahren stand der promovierte Physiker an der Spitze des Pfarrgemeinderates von Christ König. Er folgt dem rheinischen Motto "nicht drängeln, nicht drücken" und "irgendwie war ich dann Vorsitzender". Wie Kirchengemeinden zusammenwachsen, weiß Schiller: Christ König und Heilig Geist gehen diesen gemeinsamen Weg bereits seit über zwanzig Jahren: "Es geht, wenn der gute Wille da ist" — und ein Pfarrbrief kann da als Baustein hilfreich sein.

(NGZ)