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Neuss: Ein Masterplan für Neuss

Neuss : Ein Masterplan für Neuss

Neuss soll schöner werden. Darum wollen CDU und FDP mit ihrer Ratsmehrheit ein Masterplan-Verfahren für die Innenstadt einleiten. Ziel ist die ganzheitliche, werthaltige Zukunftsplanung für die Stadt und ihre Bürger.

Eine Schönheit ist Neuss nicht — zumindest nicht auf den ersten Blick. Wer sich der Stadt über die Düsseldorfer-, die Rheydter-, die Jülicher- oder die Kölner Straße nähert, den empfängt der Charme der Unentschiedenheit: Wohnbebauung, Gewerbe, Brachflächen. Wunden, die der Krieg gerissen hat, sind schlecht vernarbt. Der Städtebau der Nachkriegszeit hat neue Schneisen gerissen. Hilfe soll in Form eines Masterplans kommen. Darauf verständigten sich CDU und FDP in ihrem Koalitionsvertrag.

Die Faktionsspitzen von CDU und FDP bereiten mit BDA-Architekten das Masterplan-Verfahren vor; in die Überlegungen wird das Rathaus einbezogen, ehe die Politik den Grundsatzbschluss berät und verabschiedet. Die Verhandlungsführer sind begeistert. Karl-Heinz Baum (CDU) gibt sich "fest entschlossen", das Masterplan-Verfahren noch im Frühjahr politisch auf den Weg zu bringen, und auch Achim Rohde (FDP) sieht "keine Klippen". Jetzt wird's konkret. Was ist ein Masterplan?

Dabei handelt sich um einen integrativen Gesamtplan, der quartiersübergreifend eine städtebauliche Vision qualitativ und quantitativ beschreibt; somit zum Leitbild für Planung und Umsetzung wird. Er setzt verbindliche Standards für die nächsten zehn, fünfzehn Jahre. . . . und was ist daran gut?

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Ein Masterplan macht die Stadt kalkulierbar, macht sie verlässlich. Investoren, die Wohnungsbau betreiben, wissen ebenso wie ansiedlungswillige Unternehmer, Gewerbetreibende oder Hauseigentümer. wie werthaltig ihre Immobilie in ist.

Was ist mit demografischen Wandel?

Die Städte schrumpfen. Die Folge: Häuser stehen leer, Straßenzüge verkommen, die Infrastruktur ist nicht mehr bezahlbar und streikt — die Kanalisation funktioniert nicht mehr. Der Plan berücksichtigt demografische Faktoren, sichert urbane Vitalität auch bei sinkender Einwohnerzahl. So schafft er für alle, die in der Stadt leben, Mehrwert, weil er Sicherheit, Freude und Lebenslust fördert. Dürfen die Bürger auch mitplanen?

Erst der gesellschaftliche Konsens ermöglicht den Masterplan-Erfolg: Konsens der Parteien, Einbinden der Stadtverwaltung und externe Experten, Beteiligung von Handel, Wirtschaft, Immobilienbesitzern und Bürgerschaft in einem offenen Verfahren. Das Gebiet des Masterplans?

Die Innenstadt, die durch den Konrad-Adenauer-Ring und den Rhein begrenzt wird. Beobachter schätzen die Kosten für den ersten Planungsabschnitt auf 50 000 Euro.

(NGZ)