Neuss: Ein Konzert mit vielen Kontrasten

Neuss: Ein Konzert mit vielen Kontrasten

Das Belcea Quartet eröffnet heute die Reihe der Zeughauskonzerte.

Gerade zum "Artist in Residence" des neuen Pierre-Boulez- Saals mit mindestens drei Konzerten je Saison (ab 2017/18) in Berlin ernannt, hat das Belcea Quartet in Neuss die ehrenvolle Aufgabe, die Saison der Zeughauskonzerte zu eröffnen. Es gilt als eines der besten Streichquartette Europas und konnte Dank einer Kooperation mit der Stadt Kempen im Rahmen der Muziekbiennale Niederrhein für Neuss gewonnen werden.

1994 wurde das Quartett am Londoner Royal College of Music gegründet, der Lebensmittelpunkt der Musiker liegt nach wie vor in London. Doch mit der rumänischen Violinistin Corina Belcea und dem polnischen Bratschisten Krzysztof Chorzelski sowie den beiden Franzosen Axel Schacher (Violine) und Antoine Lederlin (Violoncello) ist es ein wahres europäisches Ensemble. Unterschiedliche Einflüsse - eine gemeinsame musikalische Sprache: So könnte man die Erfolgsgeschichte des Streichquartetts zusammenfassen. Mit einer eigenen Stiftung inspiriert und fördert das Belcea-Quartett junge Streichquartette durch gemeinsame Probenarbeit und unterstützt zeitgenössische Komponisten durch die Vergabe von Auftragskompositionen.

Auch im Zeughaus ist für faszinierende Kontraste gesorgt, denn auf das frühe, jugendlich-unbeschwerte Streichquartett Nr. 10 Es-dur von Franz Schubert folgt Dmitrij Schostakowitschs achtes Quartett op. 110, das "den Opfern des Faschismus" gewidmet ist. Am Ende des Programms steht das Streichquartett a-moll op. 51 Nr. 2 von Johannes Brahms, ein Ideal der Gattung.

Info Markt 22-24, heute, , 20 Uhr

(NGZ)