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Neuss: Ein Haushaltsplan schützt vor Schulden

Neuss : Ein Haushaltsplan schützt vor Schulden

Wer mehr ausgibt als er einnimmt, der verschuldet sich. Um die finanzielle Übersicht nicht zu verlieren, empfehlen die Experten der Volksbank einen Online-Haushaltsplan: Einnahmen minus Ausgaben gleich Einkommen. Das schafft Sicherheit.

Es ist leicht, sich zu verschulden. Die Verlockungen lauern überall. Die aktuellen Charts herunterladen, eine Internet- und Telefonflatrate für das Smartphone, eine vergessene Kündigung eines Vertrages oder auch nur der "Coffee to go" zwischendurch — die kleinen und größeren Versuchungen des Alltags werden zur Schuldenfalle. Schnell fallen enorme Ausgaben an, und das bei einem eher geringen Budget. Denn meist steht den Wünschen junger Menschen nur eine Einnahmequelle gegenüber: das Taschengeld, das man sich mit einem Nebenjob aufbessern kann.

Bereits zwölf Prozent der 13- bis 24-Jährigen in Deutschland haben Schulden. Und das nicht gerade wenig: Die Jugendlichen stehen dabei im Schnitt mit rund 1800 Euro in der Kreide. Der "Schuldneratlas 2012" für die Region Düsseldorf und den Rhein-Kreis Neuss der Creditreform in Kooperation mit der Volksbank Düsseldorf Neuss geht von 216 000 Schuldnern unter 20 Jahren aus. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass 2011 mehr als 5000 Besucher der Beratungsstellen jünger als 25 waren. Zahlen, die beunruhigen. Dabei kann man mit ganz einfachen Mitteln etwas gegen die drohenden Schulden tun: Ein Online-Haushaltsplan kann sehr nützlich sein.

Das Thema "Online-Haushaltsplan" ist ein Baustein des Schulprojektes zur finanziellen Bildung, das derzeit kreisweit in sechs Schulen läuft, darunter vier Neusser Schulen: die Geschwister-Scholl- Schule, die Hauptschule an der Gnadentaler Allee, die Maximilian-Kolbe-Schule und die Förderschule am Wildpark. Die Volksbank Düsseldorf Neuss ist Sponsor des Projekts, das federführend und in Absprache mit weiteren Sozialverbänden vom Sozialdienst katholischer Männer (SKM) Neuss koordiniert wird. Begleitend zum Projekt, an dem aktuell 100 Schüler teilnehmen, präsentiert die Volksbank die Serie "Knete, Krisen, Kompetenzen" in der NGZ.

Der Haushaltsplan aus der digitalen Welt schafft Abhilfe, denn mittlerweile gibt es viele Anbieter — zum Beispiel als App für Smartphones. So auch die App der Stiftung Deutschland im Plus. Die Handhabung einer solchen App ist unkompliziert, schnell und effektiv. So einfach geht's: Einnahmen (Taschengeld, Bezahlung für den Ferienjob) auf der einen Seite, die Ausgaben (Kleidung, Freizeit, Handy, Apps, Kino) auf der anderen Seite eintragen. In der Übersicht sieht man dann seinen aktuellen Kontostand. So hat man einen guten Überblick, ob man Geld übrig hat oder aber besser haushalten muss. Wer regelmäßig und diszipliniert einen Haushaltsplan führt, dem kann in puncto Überschuldung nichts passieren.

Aber woran liegt es, dass ein Haushaltsplan nicht so oft geführt wird? Viele haben noch nichts von diesem einfachen Werkzeug gehört oder haben nicht die Muße und Lust, jede Ausgabe und Einnahme zu dokumentieren. Aber der Einsatz eines Haushaltsplanes lohnt sich: Einnahmen minus Ausgaben gleich verfügbares Einkommen.

(NGZ/rl)