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Neuss: Ein Fest für das Museum

Neuss : Ein Fest für das Museum

Mit einer Installation im Park weitete das Clemens-Sels-Museum seine Ausstellungsräume nicht nur einmalig aus, sondern machte auch auf eine besondere Jubiläumsveranstaltung aufmerksam: Ein Fest zum Mitmachen.

Es war wenig los am Samstag, als rund um das Clemens-Sels-Museum gefeiert wurde. Aber auch nur auf den ersten Blick. Auf der noch feuchten Wiese hinter dem Gebäude wurde noch fleißig an der "Mapping the City"-Installation gewerkelt, ein paar Besucher standen interessiert daneben. "Dass es sich um einen Teil des Neusser Stadtplans handelt, wäre uns so nicht aufgefallen", bemerkt das Ehepaar Groove, das gerade aus dem Innenraum herausgetreten war: "Es macht aber sehr gut auf die Veranstaltung aufmerksam."

Eine Veranstaltung, zu der das Museum aus Anlass seines 100-jähriges Bestehens eingeladen hatte. Ein Museumsfest, das wichtig sei, wie nicht nur Grooves fanden. Denn gerade die Kinder konnten es aktiv mitgestalten. "Das sind die Museumsbesucher von morgen. Deshalb ist es toll, wie die hier mitmachen", sagt Karla Groove. Ihr Mann Klaus ergänzt: "Das sind ganz tolle Bilder, mit originellen Darstellungen und Abstraktionen."

Ein buntes Programm für Jung und Alt habe man zusammengestellt, erklärt Kuratorin Bettina Zeman, besonders in Hinblick auf die Außeninstallation: "Der Park als Ort für Kunst ist etwas Neues in unserer Stadt."

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Nicht neu aber dafür umso faszinierender war die Ausstellung in den Museumsräumen. Besucherin Ute Engels, die sich selbst als "ausgesprochenen Museumsfan" bezeichnete, war begeistert. "Dass sogar Dinge aus dem Depot genommen wurden, die sonst nicht so oft zu sehen sind, finde ich besonders lobenswert. Das Museum ist durch diese Veranstaltung wieder sehr in den Blick gerückt, es wurde viel gestiftet, weil man weiß, dass die Dinge hier gut aufgehoben sind."

Damit meinte sie unter anderem seltene Druckgrafiken aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die den Besuchern gezeigt wurden. Darüber hinaus gab es aus jedem Jahrhundert etwas zu bestaunen. Ölgemälde, altes Spielzeug, römische und mittelalterlich Ausgrabungsfunde, Modell und Computeranimationen der alten Gebäude und Wehranlagen, kurz: es war für jeden etwas dabei. Und wer sich mit Kunst noch nicht so auskannte, dem wurde sie auf verständliche Weise nahegebracht. Kinder durften nach altersgerechter Erläuterung der Gemälde selbst zu Papier und Stift greifen, um die gezeigte Thematik in eigenen kleinen Kunstwerken zu verewigen. Ein umfassendes Programm also, dass auch gut angenommen wurde. So freute sich Museumsleiterin Uta Husmeier-Schirlitz bereits um 15 Uhr über rund 400 Besucher.

(NGZ)