Eifelverein Neuss markiert die Wanderwege im Stadtgebiet neu

Eifelverein Neuss stellt das Jahresprogramm vor: Wanderwege in Neuss neu markiert

Eifelverein beobachtet große Nachfrage nach Wanderungen in Neuss und Umland.

Trotz Digitalisierung der Karten und GPS-Navigation wollen die meisten Wanderer ein Kartenblatt in der Hand halten und auf ordentlich markierten Wegen unterwegs sein. Dem trägt der Eifelverein Rechnung, dessen Wanderwarte im vergangenen Jahr die elf Rundwanderwege im Stadtgebiet abgelaufen und neu gekennzeichnet haben. Allerdings nur in eine Richtung, wie Charles Jakoby berichtet. Die 120 Streckenkilometer für Wanderer in Gegenrichtung zu beschildern, wird Aufgabe in diesem Jahr sein, genau wie Kontrolle, Reinigung und gegebenenfalls Erneuerung der elf Wandertafeln im Gelände.

Die Arbeit der Wegewarte ist mehr als ein Service für Wanderer in Neuss. Sie entspringt auch der Erkenntnis, dass vereinsintern zunehmend Wanderungen in Neuss und der näheren Umgebung gefragt sind, berichtet der Vereinsvorsitzende Karlheinz-Irnich. Dass Neuss in dieser Hinsicht einiges zu bieten hat, will die Ortsgruppe am 23. März auch einem größeren Kreis vor Augen führen. Denn dann richtet Neuss den Bezirkswandertag aus. Zentrum: der Kinderbauernhof.

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Für den über 700 Mitglieder zählenden Eifelverein Neuss beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst im Kloster Immaculata am Sonntag (15 Uhr) offiziell das Wanderjahr 2019. Das Jahresprogramm wurde schon vor dem Stichtag fertig und bietet wieder fast 200 Veranstaltungen. Aktueller als das Heftchen im Hosentaschenformat informiert die Internetseite, deren Terminkalender jetzt um eine Suchfunktion erweitert wurde, über das Angebot. Er listet auch Veranstaltungen auf, die – was immer öfter geschieht – spontan ins Programm kommen, und informiert über geplatzte Termine. „Die aber sind eigentlich die Ausnahme“, sagt Pressesprecherin Ursula Quack mit Blick auf die Statistik, die für 2018 genau 20 Absagen auflistet. Die diesmal hohe Zahl resultiert vor allem daraus, dass 16 Mal ein Termin abgeblasen werden musste, weil der Wanderführer ausgefallen war. Dreimal kam (hitzebedingt) die nötige Teilnehmerzahl nicht zustande, aber nur einmal scheiterte die Tour an einer schlechten Zugverbindung ins Wandergebiet. Denn bevor die Wanderführer eine weit im Voraus festgelegte Tour deswegen absagen, werfen sie lieber die Planung um und zaubern eine Alternative aus dem Hut.

Stattgefunden haben im Vorjahr 47 Tages-, 24 Halbtags- und neun Radwanderungen. Dazu kamen acht mehrtägige Wanderfahrten und 22 Exkursionen sowie 19 Spiele- und 23 Vereinsabende. Dieser Mix bestimmt auch das aktuelle Programm, aus dem der Vorsitzende Irnich vor allem die „ungeheure Menge an Reisen“ hervorheben möchte. Die seien auch für normale Menschen erschwinglich, fügt er hinzu. „Auch das zu ermöglichen, ist eine Aufgabe des Eifelvereins“, sagt Irnich. Was ihm Sorgen macht, ist die Tarifpolitik der Bahn, dem bevorzugten Verkehrsmittel zur Anreise ins Wandergebiet. Denn wenn die Bahn das NRW-Ticket abschafft, würden die Teilnehmerbeiträge sicher steigen müssen.

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