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Further Schützen schwitzten beim Festakt im Zelt: Ehrung für den König abgebrochen

Further Schützen schwitzten beim Festakt im Zelt : Ehrung für den König abgebrochen

Die strahlende Sonne mit angenehmen Temperaturen versöhnte Montag die Further Schützen und ihre Gäste. Bei Bilderbuchwetter nahm das Volks- und Heimatfest einen prächtigen Verlauf und ließ den Sonntag (fast) vergessen. Da hatten die kräftigen Ausläufer des mächtigen Unwetters das Programm gekippt: Die große Ehrung für König Wilfried Fahle musste angesichts des Starkregens nach der Frontabnahme und der Parade der Grenadiere abgebrochen werden; der Nachmittags-Umzug fiel aus.

Wie heißt es in Schillers "Lied von der Glocke": "Mit des Geschickes Mächten ist kein ew'ger Bund zu flechten, und das Unglück schreitet schnell...... Gestern aber gelang das Spiel der Männer. Oberst Heiner Ringes führte ein fast 1.400-köpfiges Regiment an, dass auf den Straßen vor den vielen Sehleuten einen tollen Eindruck hinterließ. Nach den gut verlaufenen Ereignissen des Samstags stand am Morgen des ersten Pfingsfeiertages das Festhochamt als der erste Höhepunkt des Tages an. Der Präses der Bruderschaft, Pfarrer Johannes Büsching, zelebrierte den Gottesdienst für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft.

Zum anschließenden Festakt im Zelt konnte Schützenmeister Franz Josef Breuer viele Gäste willkommen heißen. Die Liste wurde angeführt von Landrat Dieter Patt sowie Bürgermeister Herbert Napp, der sich freute, seinen Kaarster Kollegen Franz-Josef Moormann auf dem Podium zu treffen. Zu ihnen gesellte sich auch Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe. Vom Bund der Historischen Schützenbruderschaften waren Bundespräses Dr. Heiner Koch, Bundesschützenmeister Hermann Macher und Diözesan-Bundesmeister Emil Vogt angereist. Besonders herzlicher Beifall galt dem Ehrenpräsidenten der Further Bruderschaft, Hermann Josef Dusend.

Sie alle schwitzten mit den Schützen um die Wette. Viele suchten Erleichterung durch den Einsatz von Handventilatoren: Doch es blieb nur ein Windhauch in der Hitzeschlacht. Dessen Nachfolger, Präsident Werner Hackländer, nahm die Krönung der Repräsentanten aus Reihen des Schützennachwuchses vor: Prinz Alexander Sach, Schülerprinz Reiner Benz und Edelknabenkönig Tobias Kinna. Der Präsident betonte in seiner Ansprache die Werte, die den Bruderschaften wichtig seien: Integration der Neubürger und das soziale Engagement. Zum Beleg spendeten die Schützen für Don Sinesio Bohn, der in Südamerika mit seinem Projekt Straßenkindern eine Perspektive geben will. Am Ende stand ein stolzes Ergebnis: 1.800 Euro!

Ohne die Schützen wäre der Neusser Norden gewiss ärmer, urteilte dann auch Bürgermeister Napp in seinem Grußwort. Er lobte die große Solidarleistung der Further Schützen, die in Eigenregie die erste Neusser Fackelbau-Halle erstellt haben. Zu denen, die das starke gesellschaftliche Netz lobten, das von den Schützen geknüpft wird, zählte auch Landrat Dieter Patt, der selbst in der Nordstadt zu Hause ist. Die Vertreter des Bundes hatten viele Ehrenzeichen mitgebracht: Das St. Sebastianus-Ehrenkreuz ging an Wilhelm Jansen, Peter Lebioda, Bernd Ramsch, Gottfried Scheven und Willi Zehner. Hans Walter Bendt und Rolf Stein erhielten gar das Schulterband dazu. Werner Hackländer schließlich durfte den Goldenen Stern zum Schulterband in Empfang nehmen. Manes

(NGZ)