Rhein-Kreis Neuss: Charlotte Häke aus Grevenbroich für den Ehrenamtspreis nominiert

Ehrenamtspreis des Rhein-Kreises Neuss : Im Einsatz für die Inklusion

Der Verein „Sternschnuppen für behinderte Kinder“ schenkt besondere Momente.

Kinder mit Behinderungen haben in einer Familie immer einen besonderen Status. Und gesunde Geschwisterkinder lernen in der Regel viel früher als andere, Verantwortung zu übernehmen, und sie wissen schnell, was es heißt zu verzichten – zum Beispiel auf die Eltern, wenn die mit den behinderten Kindern zu Ärzten, Therapien oder gar längere Zeit ins Krankenhaus müssen.

Der Verein „Sternschnuppen für behinderte Kinder“, 2007 in Grevenbroich von Charlotte Häke gegründet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Familien mit behinderten Kindern schöne Momente zu bescheren. Dazu gehören Zoobesuche, Zirkustage oder Schiffsfahrten mit vielen Künstlern an Bord. Und bei den „Herzenswünschen“, die der Verein erfüllt, geht es allein um die Geschwisterkinder. Sie habe sich bereits als Fünfjährige ehrenamtlich engagiert, sagt die heute 61 Jahre alte Häke. Und zwar, indem sie für die Freundinnen ihre Oma Einkäufe erledigt habe. Von 2006 bis 2014 war Charlotte Häke, die das erste juristische Staatsexamen hat, Behindertenbeauftragte der Stadt Grevenbroich. Seit 2010 ist sie landesweit Lotsin für Behinderte, außerdem ehrenamtliche Richterin am Düsseldorfer Sozialgericht.

Der Verein ist nicht nur gemeinnützig, sondern auch mildtätig. „Wir bekommen keine Aufwandsentschädigungen“, sagt Häke. Zudem berät er Behinderte deutschlandweit. Charlotte Häke weiß genau um deren Probleme. Sie ist seit Geburt selbst schwer behindert.

Charlotte Häke gehört zu den zwölf Kandidaten, die für den Publikumsehrenamtspreis nominiert sind. Am 20. Juni startet die Abstimmung mit der Veröffentlichung der Telefonnummern.

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