Rhein-Kreis: Martina Breuer aus Neurath begeistert Kinder für die Natur

Kandidaten-Vorstellung für den Ehrenamtspreis : Martina Breuer begeistert Kinder für die Natur

Martina Breuer aus Neurath leitet im Offenen Ganztag Grün-AGs. Sie ist eine der Kandidatinnen, die für den Ehrenamtspreis des Rhein-Kreis Neuss, RWE und der NGZ in der engeren Auswahl ist.

Wenn Martina Breuer über den Schulhof geht, dann wissen die Mädchen und Jungen: Jetzt wird gepflanzt, eingetopft, pikiert, ausgesät oder geerntet. Denn die 57-Jährige ist die Fachfrau für alles, was mit Fauna und Flora zusammenhängt, und dieses Wissen vermittelt die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und bald drei Enkelkindern, im Offenen Ganztag in Grün-AGs. Begonnen hat Martina Breuer mit dieser Arbeit bereits 2007 als OGS-Ergänzungskraft in der Neusser Adolf-Clarenbach-Schule.

2010 wechselte sie dann an die Grundschule in der Grevenbroicher Südstadt, weil ihr die Fahrt nach Neuss doch zu weit war. Mittlerweile arbeitet sie in Hemmerden, ist aber der St.-Josef-Grundschule treu geblieben, und bietet dort weiterhin ehrenamtlich einmal in der Woche die Grün-AG an. Zehn bis zwölf Kinder sind es, sagt sie, die sie dann schon sehnsuchtsvoll erwarten, weil sie „buddeln“ möchten. Das aktuelle Projekt: ein Hochbeet. „Die Begeisterung der Kinder für unsere Projekte ist enorm“, sagt die ausgebildete Blumen- und Zierpflanzengärtnerin, die seit wenigen Wochen auch noch die Anlage eines Hochbeetes in einer Kelzenberger Kita betreut. Wichtig ist ihr, den Sechs- bis Zehnjährigen nahe zu bringen, „würdevoll mit allem umzugehen, was da kreucht und fleucht“, wie sie es ausdrückt. Und manchen auch klar zu machen, dass im Rhein-Kreis keine Zitronen wachsen, dass Löwenzahn zu Pusteblumen wird, Rosinen einmal Trauben waren und Chips aus Kartoffeln bestehen, die in der Erde wachsen. Wann immer es möglich ist, geht Martina Breuer auch mit ihren kleinen „Gärtnern“ raus und erklärt ihnen die Natur.

Martina Breuer gehört zu den zwölf Kandidaten, die für den Publikumsehrenamtspreis nominiert sind. Am 20. Juni startet die Abstimmung mit der Veröffentlichung der Telefonnummern.

(goe)
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