Ehrenamtspreis des Rhein-Kreises: Kandidatenvorstellung: Arne Gottschlich

Ehrenamtspreis des Rhein-Kreises : Ein St. Martin für alle Generationen

Mit 22 Jahren war Arne Gottschlich 2003 der jüngste Bischof von Tours kreisweit. Er ist einer von zwölf Kandidaten für den Ehrenamtspreis des Rhein-Kreis Neuss, RWE und der NGZ.

Schon als kleiner Junge, sagt Arne Gottschlich, sei St. Martin für ihn einer der Größten gewesen. Mit strahlenden Augen habe er jedes Jahr den in Rot gekleideten Mann auf dem Pferd angeguckt und seinen Worten gelauscht. Und nun spielt der Nievenheimer selbst den gütigen Mann, und das gleich mehrfach. Angefangen hat es für den 37 Jahre alten Speditionskaufmann aus Nievenheim vor 16 Jahren. Damals übernahm er die Rolle in der Delrather Kita St. Gabriel, die Einrichtung, die er selber besucht hatte. Hoch zu Roß sitzen, ist für Gottschlich kein Problem, ist er doch in Delrath auch Oberst-Adjutant.

Drei Jahre nach seinem ersten Auftritt kam dann das Nievenheimer Martinskomitee auf ihn zu mit der Frage, ob er nicht auch dort aufs Pferd steigen wolle. Zusätzlich begann er, als St. Martin den heilpädagogischen Kindergarten sowie das Haus der Lebenshilfe zu besuchen. „Die Menschen können nicht zu mir kommen, also komme ich zu ihnen“, sagt er. 2008 kam die nächste „Vertragsverpflichtung“ dazu, nämlich in der Dormagener Kita Rasselbande. Und seit zwei Jahren reitet Gottschlich auch dem Martinszug der Henri-Dunant-Schule voran. Doch nicht nur das: Vor seinen Einsätzen hilft er, die Tüten zu packen, lässt sich mit den Kindern fotografieren und hat für jedes ein paar nette Worte. Arne Gottschlich ist sich sicher, der „Martins-Job“ ist für ihn ein Lebensjob. Und dafür opfert er gern Urlaubstage. „Das wissen auch meine Kollegen“, erzählt er, „im November bin ich dann mal weg.“

Arne Gottschlich gehört zu den zwölf Kandidaten, die für den Publikumspreis nominiert sind. Am 20. Juni startet die Abstimmung mit der Veröffentlichung der Telefonnummern.

(goe)
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