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Ehemaliger Absolvent der FOM Neuss studiert jetzt in Oxford

Karriere in Neuss : Ehemaliger Absolvent studiert jetzt in Oxford

Für Jens Straßburg erfüllt sich in diesem Jahr ein Traum: Der 37 Jahre alte Mönchengladbacher wird an einem zwölfmonatigem Masterstudiengang an der Oxforder Business Scholl teilnehmen.

Er begibt sich auf die Spuren von immerhin 55 Nobelpreisträgern und 28 Premierministern, die dort bereits studiert haben – und nicht zuletzt auch auf die Spuren von Harry Potter, denn nach der großen Halle des Oxforder Colleges Christ Church wurde die große Halle der Zauberschule Hogwarts in den Filmstudios nachgebaut. Für Jens Straßburg erfüllt sich in diesem Jahr ein Traum: Der 37 Jahre alte Mönchengladbacher, der von 2005 bis 2009 vier Jahre an der Neusser Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) Wirtschaftswissenschaften studiert hat und seit elf Jahren als „Director Logistics Management“ für Aldi Süd im Einsatz ist, wird in diesem Jahr an einem zwölfmonatigem Masterstudiengang (Oxford Executive Diploma in Organisational Leadership) an der Oxforder Business Scholl teilnehmen.

 FOM-Absolvent Jens Straßburg geht zur Oxford University.
FOM-Absolvent Jens Straßburg geht zur Oxford University. Foto: Jens Straßburg

Nicht ausschließlich in Präsenz, denn wie auf der Neusser FOM handelt es sich um einen berufsbegleitenden Studiengang. Für die Wochen in England wird Straßburg seinen Jahresurlaub nutzen müssen. Im vergangenen Sommer habe er sich einen Podcast über die Business School angehört. Ein Kollege habe ihn auf den speziellen Studiengang, an dem 55 Studenten aus 25 Nationen teilnehmen, aufmerksam gemacht. „Ich war begeistert von der Idee, mich mit Führungskräften aus der ganzen Welt austauschen zu können“, fährt er fort.

Doch einfach eine Mail schreiben und sich mal eben anmelden – so einfach ging das natürlich nicht. Da musste natürlich erst einmal der Lebenslauf nach Oxford geschickt werden, um feststellen zu lassen, ob er überhaupt alle Voraussetzungen für den Studiengang erfüllt. Danach stand eine 90-minütige Videokonferenz auf dem Programm. Gefordert wurden zudem zwei „Reference Letter“ sowie zwei Essays. Und ganz wichtig: seine Sprachkenntnisse. Gut Englisch sprechen können, genügt eben keinesfalls, es sollte schon ziemlich fließend sein.

Für Jens Straßburg kein Problem: Denn für Aldi UK hatte er in zwei der vergangenen elf Jahren in der Nähe von Liverpool gearbeitet. Und da Radfahren eines seiner Hobbys ist, bei dem er prima entspannen und abschalten kann, ist er damals nicht nach Hause zurückgeflogen, sondern gemeinsam mit seinem Vater die 978 Kilometer zurückgeradelt.

Eine erste Videokonferenz mit Oxford hat bereits stattgefunden. Wann nun die erste heiß ersehnte Präsenzphase im Land von Shakespeare sein wird, steht wegen der Corona-Pandemie noch nicht fest. „Die Oxford University ist wirklich ein besonderer Ort für mich, und ich freue mich auch sehr auf meine Kommilitonen“, sagt Jens Straßburg. Und er hofft, dass er einige der Inhalte, die er in Oxford kennenlernen wird, auf seinen Arbeitsalltag übertragen kann.