1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: EHEC-Erreger: Händler sind beunruhigt

Neuss : EHEC-Erreger: Händler sind beunruhigt

Händler, Gastronomen und andere Unternehmen, die Gemüse, Obst und Salat verarbeiten oder verkaufen, reagieren auf die Gefahr durch den EHEC-Erreger. Das Robert-Koch-Institut hatte vor Gurken, Tomaten und Blattsalat aus Norddeutschland gewarnt.

Der Catering und Partyservice M. Eberhardt an der Humboldtstraße hat rigoros umdisponiert. "Wir liefern als reine Vorsichtsmaßnahme Obst, Gemüse und Rohkost nicht mehr aus", sagt Weli Tanriverdi von dem Catering-Unternehmen. Das gelte seit Mittwoch, die Kunden seien mit Info-Zetteln aufgeklärt worden.

Dyamiel Meghaoui setzt dagegen auf deutlich erhöhte Hygiene. "Lieber einmal mehr waschen", sagt der Inhaber der "Hobby Küche" an der Bergheimer Straße. Auch Neusser Einzelhändler sind verunsichert. "Wenn Kunden nachfragen, wollen sie wissen, woher die Lebensmittel kommen", sagt Karin Wicke, Marktleiterin des Edeka an der Sternstraße. Die Tomaten etwa würden in Holland angebaut. Vieles, etwa Erdbeeren und Spargel, käme auch direkt aus der Region.

Gaby Weingarten, Verkaufsleiterin der Bäckerei-Konditorei Busch an der Niederstraße, hat ebenfalls sofort reagiert. "Ich habe bei den Lieferanten angerufen und mich erkundigt, wo die Tomaten und Gurken für die belegten Brötchen herkommen", sagt Weingarten. Sie bekam sofort Entwarnung: Das Herkunftsland ihrer Waren sei Holland.

Die Vorsichtsmaßnahmen könntenaber jetzt sogar noch ausgedehnt werden: Denn mittlerweile sind nicht nur Erreger auf norddeutschen, sondern auch auf spanischen Lebensmitteln gefunden worden.

(NGZ)