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Eberhard Köhler aus Neuss veröffentlicht mit 88 Jahren seinen ersten Roman

Eberhard Köhler aus Neuss veröffentlicht Buch : Roman-Autor mit 88 Jahren

Der Neusser Eberhard Köhler hat mit fast 90 Jahren sein erstes Buch veröffentlicht. Es soll nicht sein letztes gewesen sein.

Eigentlich sind Kurzgeschichten und Erzählungen seine Spezialität. Nach dem Tod seiner Frau fasste Eberhard Köhler dann den Entschluss, seinen ersten Roman zu schreiben – der jetzt veröffentlicht wurde. „Das Geschäft mit der Sehnsucht“ heißt das 144-seitige Buch. „Die Geschichte ist mir eingefallen und ich habe sie niedergeschrieben“, sagt der 88 Jahre alte Neusser.

Worum es in dem Roman geht? Klaus Hark kommt wie gerufen, als sich Kommissar Rieger seinen neuen Fall den Kopf zerbricht. Und tatsächlich hat der Reporter auch jetzt wieder den richtigen Riecher: die Spur führt zu einem Mädchenhändler-Ring. Aber was hat das Mode-Imperium Mertens damit zu tun? Hark braucht Beweise und so schleust er sich undercover in die Verbrecherorganisation ein. Dort trifft er auf die attraktive Martina Mertens, die Tochter des Modemoguls. Ist sie wirklich so unschuldig wie sie tut? Ein gefährliches Spiel beginnt und tatsächlich wird dem Reporter seine Schnüffelei schnell zum Verhängnis. Vom Jäger wird er zum Gejagten.

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Ein halbes Jahr schrieb Köhler an seinem Debüt-Kriminalroman, der über die „BuchWerkstatt Berlin“ erschienen ist. Verkaufszahlen hat der 88-Jährige noch nicht. „Beim Verlag hat man mir aber gesagt, dass es sich bei der Buchmesse in Frankfurt gut verkauft hat“, sagt der Neusser, der beim Schreiben vor allem auf einen knackigen Spannungsbogen achtet.

Zwar ist Köhler ein Anhänger von Geschichten über verzwickte Fällen und undurchsichtige Charaktere, doch nach seinem Erstlingswerk möchte er nun Vielseitigkeit beweisen – so könne er sich auch vorstellen, einen Liebesroman zu verfassen. Beim Schreiben lässt er meist seiner Fantasie freien Lauf, schließt jedoch für die Zukunft nicht aus, sich von der Fiktion zu entfernen und über seine eigenen Erfahrungen zu schreiben. Über sein Berufsleben bei der Bundesbank in Düsseldorf, wo er im Personal- und Besoldungswesen tätig war (er lebte jedoch immer in Neuss) oder über die Einsamkeit, die er verspürt, seitdem seine geliebte Ehefrau von ihm gegangen ist.

Doch regelmäßig bekommt Köhler Besuch von seinen drei Söhnen, seinen sechs Enkelkindern und seinen vier Ur-Enkelkindern. „Meine Ur-Enkelkinder sind aber noch zu jung für meinen ersten Roman“, sagt der 88-Jährige lachend.